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Worum ging es im Fall Mattie T?

Fall Mattie T.

Der Fall Mattie T. war ein Rechtsstreit, der in den 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten stattfand. Der Fall betraf ein junges Mädchen namens Mattie T., das mit einer seltenen genetischen Störung namens Tay-Sachs-Krankheit geboren wurde. Die Tay-Sachs-Krankheit ist eine tödliche Erkrankung, die das Nervensystem beeinträchtigt und typischerweise im frühen Kindesalter zum Tod führt.

Die Eltern von Mattie T., Joe und Ray Ann Taylor, waren durch die Diagnose ihrer Tochter am Boden zerstört. Sie suchten nach der bestmöglichen medizinischen Versorgung für Mattie und begannen auch, die Krankheit zu erforschen. Die Taylors erfuhren, dass es eine mögliche Behandlung für die Tay-Sachs-Krankheit gibt, die von einem Forscherteam der University of California, San Francisco (UCSF) entwickelt wurde.

Die Taylors kontaktierten die Forscher der UCSF und baten sie, Mattie zu behandeln. Die Forscher stimmten zu und Mattie begann mit der experimentellen Behandlung. Die Behandlung war zunächst vielversprechend, doch Matties Zustand verschlechterte sich schließlich. Sie starb 1978 im Alter von sechs Jahren.

Der Fall Mattie T. erregte landesweite Aufmerksamkeit und löste eine Debatte über die Ethik experimenteller medizinischer Behandlungen aus. Einige argumentierten, dass es falsch gewesen sei, dass Matties Eltern sie der experimentellen Behandlung unterzogen hätten, während andere argumentierten, dass sie das Richtige getan hätten, indem sie Mattie eine Chance zum Leben gegeben hätten.

Der Fall führte auch zu einer Aufstockung der Mittel für die Erforschung der Tay-Sachs-Krankheit und anderer seltener genetischer Erkrankungen. Die Behandlung der Tay-Sachs-Krankheit, die Mattie erhielt, wurde inzwischen von der Food and Drug Administration (FDA) zur Anwendung zugelassen.

Der Fall Mattie T. ist eine Erinnerung an die schwierigen Entscheidungen, vor denen Eltern von Kindern mit seltenen genetischen Störungen stehen. Es ist auch eine Erinnerung an die Bedeutung der Erforschung dieser Störungen und an die Notwendigkeit von Mitgefühl und Verständnis.

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