Während sie das lebendige Schauspiel unter sich bestaunten, begann Kapitän Fin, eine Geschichte zu erzählen:„Vor langer Zeit, als die Welt noch jung war, widmete der große göttliche Schöpfer sieben Tage der Erschaffung ihrer Wunder“, erklärte er mit seiner rauen Stimme. „Er malte den Himmel, formte die Berge und hauchte den Ozeanen und Wäldern Leben ein.“
Die eifrigen Zuhörer versammelten sich näher und lauschten jedem seiner Worte. „Am achten Tag beschloss der Schöpfer, die Gewässer mit einem zusätzlichen Hauch von Magie zu segnen“, fuhr Kapitän Fin fort. „Deshalb werden Sie, wenn Sie genau hinsehen, einige außergewöhnliche Fische mit einzigartigen Eigenschaften sehen, die den gesunden Menschenverstand sprengen.“
Die Fischer spähten neugierig in die Tiefe und kniffen die Augen zusammen, um nach diesen außergewöhnlichen Kreaturen zu suchen. Tatsächlich entdeckten sie zwischen den schimmernden Fischschwärmen einige wirklich seltsame Exemplare. Es gab einen leuchtenden Kaiserfisch, der ein sanftes, ätherisches Licht ausstrahlte und das umgebende Wasser erhellte. Ein verspielter kleiner Clownfisch schoss zwischen den Tentakeln der Anemone hin und her und schien sich von seinen giftigen Nachbarn nicht stören zu lassen. Und dann weiteten sich die Augen der Fischer vor Erstaunen, als sie eine majestätische Meerjungfrau erblickten, deren lebhafter Schwanz sich anmutig unter den Wellen bewegte.
Kapitän Fin lächelte wissend, als er ihre Verwunderung beobachtete. „Das sind die Wunder der acht Tage“, flüsterte er, „eine Erinnerung daran, dass das Reich des Meeres Geheimnisse birgt, die unsere wildesten Vorstellungen übersteigen.“
Von diesem Tag an begannen die Fischer ihre Reisen mit einem gesteigerten Gefühl der Ehrfurcht und des Respekts vor den geheimnisvollen Wundern der Tiefe. Und wann immer sie den außergewöhnlichen Fisch sahen, erinnerten sie sich an die Geschichte der achttägigen Schöpfung und empfanden ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für die Magie, die in das Gewebe des Meeres eingewoben war.