1. Übermäßige Vereinfachung komplexer historischer Sachverhalte :Einige Historiker argumentieren, dass der Dokumentarfilm bestimmte komplexe historische Ereignisse auf vereinfachte oder sogar romantisierte Weise darstellte, ohne deren Nuancen und Komplexität vollständig zu erforschen. Beispielsweise wurde die Darstellung des Krieges als ein direkter moralischer Konflikt zwischen dem heldenhaften Norden und dem schurkischen Süden von einigen mit der Begründung in Frage gestellt, dass Faktoren wie staatliche Rechte und wirtschaftliche Interessen, die beide Seiten beeinflussten, vernachlässigt würden.
2. Mangel an vielfältigen Perspektiven :Kritiker wiesen darauf hin, dass sich der Dokumentarfilm hauptsächlich auf die Erfahrungen weißer Einzelpersonen und Führungskräfte konzentrierte und den Erfahrungen und Beiträgen von Afroamerikanern, Frauen, amerikanischen Ureinwohnern und anderen Randgruppen während des Krieges weniger Aufmerksamkeit schenkte. Einige Historiker argumentierten, dass eine umfassendere Erzählung zu einem umfassenderen und umfassenderen Verständnis des Konflikts hätte führen können.
3. Unzureichende Kontextualisierung :Während der Dokumentarfilm einen detaillierten Bericht über die militärischen Ereignisse lieferte, glaubten einige Historiker, dass er mehr Kontext zu den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Kräften hätte liefern können, die zum Krieg führten. Sie argumentierten, dass die Zuschauer möglicherweise ein tieferes Verständnis für die Ursachen des Konflikts gewonnen hätten, wenn diese umfassenderen historischen Faktoren eingehender untersucht worden wären.
4. Mangelnde Aufmerksamkeit für Klassenunterschiede :Einige Kritiker waren der Meinung, dass der Dokumentarfilm die Klassenunterschiede und Ungleichheiten sowohl innerhalb der nördlichen als auch der südlichen Gesellschaften nicht angemessen thematisierte. Sie argumentierten, dass die Hervorhebung dieser Unterschiede eine differenziertere Analyse der sozialen Dynamik während der Kriegszeit hätte ermöglichen können.
5. Eingeschränkte Diskussion über die Folgen des Krieges :Während der Dokumentarfilm die wichtigsten Ereignisse des Bürgerkriegs behandelte, widmete er der Ära des Wiederaufbaus und seinen Auswirkungen auf die spätere Entwicklung der Vereinigten Staaten relativ wenig Aufmerksamkeit. Einige Historiker argumentierten, dass eine gründlichere Untersuchung dieser Zeit Licht auf die bleibenden Hinterlassenschaften des Krieges hätte werfen können.
Es ist erwähnenswert, dass diese Kritik nur eine begrenzte Perspektive darstellt und viele andere Historiker und Wissenschaftler „Der Bürgerkrieg“ für seinen Beitrag zum historischen Verständnis, zum Geschichtenerzählen und zum öffentlichen Engagement gelobt haben. Der Dokumentarfilm bleibt einer der einflussreichsten und angesehensten historischen Dokumentarfilme, die jemals produziert wurden.