Was war an „Tom House of the Scorpion“ ein wenig schief?
Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Klonen an der Tagesordnung ist. Tom, die Hauptfigur, ist ein Klon, der als Organquelle für seinen wohlhabenden „Besitzer“, Mr. Bradford, geschaffen wurde. Als Klon fehlen Tom grundlegende Menschenrechte und Privilegien und er wird wie bloßes Eigentum behandelt. Während das im Roman dargestellte Klonen und Organraub ethische Implikationen und gesellschaftliche Kommentare enthält, ist ein Aspekt, der manchen Lesern vielleicht seltsam vorkommt, das Fehlen nennenswerter gesellschaftlicher Widerstände oder Gegenreaktionen. Trotz der repressiven Natur der Klonpraktiken scheint die Welt dieses System fast selbstgefällig zu akzeptieren, was manchen Lesern angesichts potenzieller moralischer Bedenken und Machtdynamiken als unrealistisch erscheinen mag. Leser könnten mit größerem gesellschaftlichen Widerstand, Protesten oder ethischen Debatten rechnen. Darüber hinaus befasst sich der Roman mit Themen wie Identität, Ausbeutung und Mitgefühl, lässt jedoch bestimmte Details oder Motivationen der Charaktere unerforscht, wodurch einige Lücken im Verständnis bestimmter Handlungen oder Denkprozesse einiger Charaktere entstehen.