Hier sind einige Faktoren, die im weiteren Sinne als ihr „Untergang“ angesehen werden können:
* Der Pugatschow-Aufstand: Dieser massive Bauernaufstand (1773–1775) stellte eine ernsthafte Bedrohung für Katharinas Herrschaft dar. Obwohl sie den Aufstand schließlich niederschlug, offenbarte er die tief verwurzelte Unzufriedenheit unter der Bauernschaft und deckte die Schwächen der Regierungsführung ihres Reiches auf.
* Interne Konflikte: Katharinas Herrschaft war geprägt von Machtkämpfen, Hofintrigen und politischen Verschwörungen. Ihre Versuche, die Macht zu zentralisieren und ihre Autorität zu erweitern, stießen oft auf den Widerstand mächtiger Adliger und Fraktionen innerhalb des Hofes.
* Außenpolitik: Katharinas ehrgeizige Außenpolitik, zu der Kriege mit dem Osmanischen Reich und die Expansion nach Polen gehörten, führte zu kostspieligen Konflikten und angespannten Beziehungen zu europäischen Mächten. Ihre expansive Politik trug auch zu wachsenden Spannungen mit den Nachbarländern bei und legte letztlich den Grundstein für künftige Konflikte.
* Wirtschaftliche Probleme: Trotz ihrer Reformen war Katharinas Herrschaft von wirtschaftlichen Problemen geprägt, darunter Inflation, Korruption und ineffiziente Steuererhebung. Diese Probleme behinderten die Entwicklung Russlands und trugen zu sozialen Unruhen bei.
* Nachfolgekrise: Catherines Tod löste eine Nachfolgekrise aus, da sie keinen männlichen Erben hatte. Der Thron ging schließlich an ihren Enkel Alexander I. über, aber die Ungewissheit über die Nachfolge schwächte die Stabilität des Reiches.
Insgesamt war Katharinas „Untergang“ kein plötzlicher Zusammenbruch, sondern eine langsame Erosion ihrer Autorität und die Entstehung von Problemen, die Russland über Generationen hinweg plagen würden. Zu diesen Problemen gehörten:
* Soziale Ungleichheiten: Die große Kluft zwischen dem privilegierten Adel und der unterdrückten Bauernschaft schuf ein instabiles soziales Umfeld.
* Wirtschaftliche Stagnation: Der Mangel an nachhaltigem Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Entwicklung schuf eine schwache Grundlage für die Zukunft Russlands.
* Politische Instabilität: Die ständigen Machtkämpfe und Hofintrigen untergruben die Stabilität des Reiches.
* Kaiserliche Ambitionen: Katharinas Expansionspolitik und Kriege erwiesen sich letztlich als unhaltbar und trugen zu künftigen Konflikten bei.
Während Katharina die Große als eine der größten Herrscherinnen Russlands in Erinnerung bleibt, legte ihre Herrschaft auch den Grundstein für die Herausforderungen und Umwälzungen, mit denen Russland im 19. und 20. Jahrhundert konfrontiert war.