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Wie erklärt Mary Shelley in der Einleitung zu Frankenstein höflich, dass ihr Mann Percy nicht geeignet sei, eine gute Geistergeschichte zu schreiben?

Mary Shelley stellt in der Einleitung zu „Frankenstein“ nicht ausdrücklich fest, dass ihr Ehemann Percy Shelley nicht dazu geeignet ist, eine gute Geistergeschichte zu schreiben. Stattdessen nutzt sie eine clevere Taktik, um die Grenzen typischer Geistergeschichten hervorzuheben:

1. Sie stellt eine gemeinsame Herausforderung dar: Sie beginnt damit, dass sie zugibt, dass die Gruppe (zu der auch Percy gehört) zugestimmt hat, eine Geistergeschichte zu schreiben. Dies bereitet die Bühne für ihre spätere Kritik, ohne die Fähigkeiten ihres Mannes direkt anzugreifen.

2. Sie stellt das Konzept einer „neuen“ Art von Geistergeschichte vor: Sie schlägt vor, dass ihre ersten Versuche „schrecklich“ und „zu schrecklich“ waren, weil sie auf typischen übernatürlichen Elementen beruhten. Dies deutet auf die Notwendigkeit eines anderen Ansatzes hin.

3. Sie hebt ihre eigene Idee auf subtile Weise hervor: Anschließend schlägt sie das „interessante“ Konzept eines „Wesens“ vor, das aus „den Instrumenten der Wissenschaft“ geboren wurde, anstelle der traditionellen Geistererscheinungen. Dies positioniert ihre eigene Geschichte als eine nachdenklichere und innovativere Interpretation des Genres.

4. Sie verlagert den Fokus weg von ihrem Ehemann: Indem Mary Shelley das gemeinsame Scheitern der Gruppe hervorhebt und dann ihre einzigartige Idee vorstellt, erkennt sie implizit Percys Beteiligung an, ohne ihn für Kritik hervorzuheben.

Kurz gesagt, Mary Shelley verwendet kluge Formulierungen, um sanft darauf hinzuweisen, dass die traditionelle Geistergeschichte möglicherweise eingeschränkt wird, ohne Percys Fähigkeiten direkt zu kritisieren. Sie betont die Notwendigkeit eines neuen Ansatzes und ebnet den Weg für ihre eigene innovative Kreation, Frankenstein.

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