Innenpolitik:
* Gewerkschaftsakt (1707): Anne unterzeichnete den Act of Union, der die Königreiche England und Schottland offiziell zum Königreich Großbritannien vereinte. Dies war ein Meilenstein in der britischen Geschichte und ebnete den Weg für eine geeinte Nation.
* Patronat der Künste: Anne war eine Förderin der Künste und Wissenschaften und förderte eine blühende Kulturepoche. Sie unterstützte prominente Persönlichkeiten wie Sir Isaac Newton und Alexander Pope.
* Religiöse Toleranz: Als gläubige Anglikanerin war Anne für ihre Politik der religiösen Toleranz gegenüber protestantischen Andersdenkenden bekannt. Sie unterstützte das Toleranzgesetz von 1689, das Nonkonformisten eingeschränkte Religionsfreiheit gewährte.
* Sozialreform: Anne befasste sich mit sozialen Themen und unterstützte Reformen wie die Einrichtung von Arbeitshäusern und den Ausbau gemeinnütziger Organisationen.
Außenpolitik:
* Spanischer Erbfolgekrieg: Anne war eine herausragende Persönlichkeit im Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714), einem Konflikt, der den größten Teil Europas erfasste. Sie gründete die Große Allianz, eine Koalition europäischer Mächte mit dem Ziel, die Vorherrschaft Frankreichs auf dem Kontinent zu verhindern.
* Anglo-Niederländische Allianz: Anne stärkte das englisch-niederländische Bündnis, das sich als entscheidend für den Sieg über Frankreich und die Sicherung der britischen Interessen erwies.
* Koloniale Expansion: Das britische Empire setzte seine Expansion unter Annes Herrschaft fort und verzeichnete erhebliche Gewinne in Nordamerika und der Karibik.
Vermächtnis:
* Königin Annes Krieg: Der Spanische Erbfolgekrieg war in Nordamerika als „Königin-Anna-Krieg“ bekannt.
* Königin Annes Kopfgeld: Sie richtete einen Fonds ein, der heute als Queen Anne's Bounty bekannt ist, um die Lebensbedingungen der Geistlichen zu verbessern.
* Einfluss auf die britische Identität: Der von Anne angeführte Act of Union war ein entscheidender Moment für die Gestaltung der modernen britischen Identität.
Während Anne oft im Schatten von extravaganteren Monarchen wie Elisabeth I. oder Victoria steht, war ihre Herrschaft an sich schon bedeutsam. Es markierte eine Zeit des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritts, die den Grundstein für das zukünftige Wachstum und den globalen Einfluss des Britischen Empire legte.