1. Die Reality-TV-Besessenheit: Collins war besorgt über die wachsende Besessenheit vom Reality-Fernsehen, insbesondere von Sendungen, die ihre Teilnehmer ausbeuten und oft entmenschlichen. Sie wollte die potenziellen Gefahren solcher Unterhaltung erforschen, insbesondere wenn sie normalisiert und akzeptiert wird.
2. Der Irak-Krieg: Als Collins mit dem Schreiben begann, war der Krieg im Irak noch im Gange, und sie war beunruhigt über die Gewalt und die Art und Weise, wie sie in den Medien dargestellt wurde. Sie wollte eine fiktive Welt erschaffen, in der Krieg und Gewalt keine fernen Ereignisse, sondern eine ständige Bedrohung sind, die jeden Aspekt des Lebens beeinträchtigt.
3. Antike römische Spiele: Collins ließ sich auch von den römischen Gladiatorenspielen inspirieren, bei denen die Menschen zur Unterhaltung bis zum Tod kämpfen mussten. Sie wollte in ihrer Geschichte ein ähnliches Szenario schaffen, in dem Kinder gezwungen wurden, in einem tödlichen Spiel gegeneinander anzutreten, um die herrschende Klasse zu unterhalten.
4. Der griechische Mythos von Theseus und dem Minotaurus: Dieser Mythos mit seinen Themen Opferbereitschaft und der Notwendigkeit der Rebellion gegen die Tyrannei lieferte eine Blaupause für den Kernkonflikt der Geschichte und die Reise des Protagonisten.
5. Persönliche Erfahrung mit Verlust und Angst: Collins hat erklärt, dass sie beim Schreiben der Serie auch auf ihre eigenen Erfahrungen mit Verlust und Angst zurückgegriffen habe. Sie wollte die Auswirkungen von Traumata auf den Einzelnen und die Art und Weise erforschen, wie Menschen mit Widrigkeiten umgehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Die Tribute von Panem“ als warnende Geschichte über die Gefahren von Gewalt, Unterdrückung und der Ausbeutung von Menschen zu Unterhaltungszwecken geschrieben wurde. Es erforscht Themen wie Überleben, Rebellion und die Kraft der Hoffnung angesichts von Widrigkeiten.