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Warum haben Tituba und Sarah Good in „The Crucible“ von Arthur Miller Hexerei gestanden?

Die Geständnisse von Tituba und Sarah Good zur Hexerei in Arthur Millers Stück „The Crucible“ lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen, die ein komplexes Zusammenspiel sozialer, psychologischer und historischer Kontexte erzeugen:

1. Sozialer Druck und Gruppendynamik: Die puritanische Gesellschaft in Salem wird stark von sozialen Normen, religiösen Überzeugungen und der Angst vor Abweichungen bestimmt. Tituba und Sarah Good gehören zu Randgruppen innerhalb der Gemeinschaft – Tituba als versklavte farbige Frau und Sarah Good als arme, ältere Frau. Der gesellschaftliche Druck, sich anzupassen und der Ausgrenzung oder Bestrafung zu entgehen, kann dazu führen, dass Menschen Geständnisse ablegen, selbst wenn sie unschuldig sind.

2. Zwischenmenschliche Konflikte: Tituba und Sarah Good haben persönliche Konflikte und Rivalitäten innerhalb der Gemeinschaft. Beispielsweise hatte Abigail Williams, eine junge Frau, deren Anschuldigungen die Hexenprozesse auslösen, zuvor Streit mit Tituba. Einige Geständnisse könnten in dem Versuch gemacht worden sein, die Schuld abzuwälzen oder sich an persönlichen Gegnern zu rächen.

3. Religiöse Überzeugungen: Der puritanische Glaube an die buchstäbliche Existenz von Hexerei schafft ein Umfeld, in dem Individuen äußerst beeinflussbar und anfällig für irrationale Ängste sind. Die Angeklagten, darunter Tituba und Sarah Good, haben diese Überzeugungen möglicherweise verinnerlicht und echte Angst davor, mit dem Teufel im Bunde zu sein oder schwarze Magie zu praktizieren.

4. Manipulation durch Autoritätspersonen :Die Richter, die den Hexenprozessen vorstehen, wie Danforth und Hathorne, verfügen über erhebliche Macht und Einfluss. Ihre Methoden des Verhörs und der Erpressung von Geständnissen könnten zwanghaft oder in einer Art und Weise führend gewesen sein, die es den Angeklagten schwer machte, Widerstand zu leisten.

5. Wunsch nach Schutz: Das Geständnis der Hexerei könnte als eine Möglichkeit gesehen worden sein, vom Gericht Schutz oder Nachsicht zu erlangen. Durch das Eingeständnis von Schuld und Reue könnten Einzelpersonen möglicherweise die schwere Strafe vermeiden, die mit Hexerei verbunden ist, wie öffentliche Beschämung, Inhaftierung oder sogar Hinrichtung.

6. Begrenzter Rechtsweg :Das Rechtssystem während der Hexenprozesse in Salem war fehlerhaft und es fehlte an einem ordnungsgemäßen Verfahren. Ohne eine angemessene rechtliche Vertretung oder eine faire Chance, sich zu verteidigen, fühlten sich Tituba und Sarah Good möglicherweise gezwungen, ein Geständnis abzugeben, einfach weil sie keine andere Wahl hatten.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die während der Hexenprozesse in Salem gemachten Geständnisse oft unzuverlässig waren, erzwungen wurden oder auf falschen Anschuldigungen beruhten. Das Stück beleuchtet die Gefahren von Massenhysterie, Vorurteilen und Machtmissbrauch in der Gesellschaft.

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