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Was bedeutet das Gedicht „On Broadway“ von Claude McKay?

Claude McKays Gedicht „On Broadway“ schildert die geschäftige Szene am Broadway in New York City und hebt Elemente wie Theater, helle Lichter und eine vielfältige Menschenmenge hervor. Während es die aufregende und lebendige Atmosphäre des Broadway einfängt, geht das Gedicht über die bloße Beschreibung hinaus und beschäftigt sich mit Themen wie Verlangen und Rassendiskriminierung. Hier ist eine Analyse des Gedichts:

Strophen 1–3:Beschreibung der geschäftigen Atmosphäre am Broadway:

- Der Dichter zeichnet ein lebendiges Bild der Faszination des Broadways, mit hell erleuchteten Theatern, Werbetafeln und einer Menge, die sich nach Unterhaltung sehnt.

- Er verkörpert den Broadway als „Zauberin“ und „Königin“ und zeigt damit den hypnotisierenden Charme, den er auf die Menschen ausübt.

- Die Verwendung von Wörtern wie „Sirenengesang“, „Schwellung des Jazzorchesters“ und „elektrische Leidenschaft“ fängt die lebendige Energie und sensorische Stimulation ein, die der Broadway bietet.

Strophen 4-5:Erforschung von Verlangen und Versuchung:

- McKay stellt die Idee des Verlangens und der Versuchung vor, die mit dem Broadway verbunden sind. Die Theater werden als „Tempel der Freude“ bezeichnet, die Momente der Liebe und Ekstase versprechen.

- Der Dichter beschreibt Einzelpersonen, die vom „Nervenkitzel“ der Shows und dem „Wein des Wahnsinns“ angelockt werden, was auf ein dionysisches Element ungezügelter Leidenschaft und Genuss hindeutet.

- Das Gedicht deutet jedoch auf die Möglichkeit einer Desillusionierung und eines Gefühls der Leere hin, nachdem man diesen Versuchungen erlegen ist.

Strophe 6:Tonwechsel, Realitätscheck:

- In der sechsten Strophe ändert sich der Ton des Gedichts plötzlich. Die Aufregung und Verliebtheit des Redners weichen einer ernüchternderen und kritischeren Perspektive.

- McKay weist darauf hin, dass der Broadway inmitten all des Glanzes und Glamours auch ein Ort der harten Realität sein kann, wo Träume zerplatzen können und Armut herrscht.

– Diese Strophe stellt das zuvor präsentierte idealisierte Bild des Broadway in Frage und schlägt eine differenziertere Darstellung der Komplexität der Stadt vor.

Strophen 7-8:Rassendiskriminierung und Entfremdung:

- McKay geht ausdrücklich auf das Problem der Rassendiskriminierung ein, da Harlem – überwiegend ein schwarzes Viertel – physisch von den Lichtern des Broadways getrennt ist.

- Der „Farbvorhang“ stellt die Rassentrennung dar, die Afroamerikanern den uneingeschränkten Zugang und die Integration in diese Unterhaltungswelt verhindert.

- Der Dichter beklagt die Existenz dieser Segregation und die Einschränkungen, die sie schwarzen Künstlern und Künstlern auferlegt.

Schlussfolgerung:

„On Broadway“ von Claude McKay bietet ein facettenreiches Porträt des Broadway in New York City. Es fängt die Aufregung, den Reiz und die Reizüberflutung der Unterhaltungsszene der Stadt ein und untersucht gleichzeitig Themen wie Verlangen, Versuchung, Rassendiskriminierung und Entfremdung. Das Gedicht spiegelt McKays eigene Erfahrungen als Schwarzer wider, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der kulturellen und rassischen Dynamik von New York City auseinandersetzte, und verleiht der Komplexität des berühmten Theaterviertels der Stadt Tiefe.

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