1. Metapher:Das Gedicht verwendet häufig Metaphern, um verschiedene Aspekte zu vergleichen und zu symbolisieren. Der Dichter vergleicht die jungen Frauen mit „Jungfrauen, jungfräulich wie Milch,/oder junges Zuckerrohr, bevor es blüht,/weiß in ihrer gestärkten Uniform“, um ihre Reinheit, Unschuld und ihr Potenzial anzudeuten. Andere bemerkenswerte Metaphern sind „Sie sind die Stille des Morgens“, „Sie sind die Wonne der Luft“ und „Das Meer hat kein solches Weiß.“
2. Personifizierung:Walcott personifiziert natürliche Elemente und verleiht ihnen menschliche Qualitäten. In dem Gedicht heißt es zum Beispiel:„Der Morgen bricht wie eine Wunde über ihr Gesicht“ und stellt den Morgen so dar, als wäre er etwas, das die Frauen verletzt oder beeinträchtigt. Dieser Ansatz verleiht der Beschreibung Tiefe und Emotion.
3. Symbolik:Symbole spielen im Gedicht eine wichtige Rolle. Die Farbe „Weiß“ steht für Reinheit, Güte und Möglichkeiten, während die „Jungfrauen“ Potenzial, Versprechen und ungenutzte Talente symbolisieren. Der Hinweis auf „Zuckerrohr“ kann die Süße, das Wachstum und den Übergang des Lebens symbolisieren.
4. Bildsprache:Walcott webt im gesamten Gedicht reichhaltige und lebendige Bilder. Beschreibungen wie „Grün im Taulicht“, „Die Bäume sind jung wie sie, Licht“ und „Die Sonne brennt ihren roten Ocker / Auf der weißgetünchten Schule“ entführen den Leser in die ruhige Morgenszene und schaffen ein visuell beeindruckendes Erlebnis .
5. Alliteration:Walcott verwendet Alliteration, um die Musikalität und den Rhythmus seiner Zeilen zu verbessern. Zum Beispiel „Sie sind die Freude der Luft/As they march on the light-footed road“, wo die Wiederholung des „l“-Lauts der Zeile Betonung und einen harmonischen Effekt verleiht.
6. Enjambment:Das Gedicht verwendet häufig Enjambment, d. h. Sätze von einer Zeile zur nächsten ohne Interpunktion. Diese Technik erzeugt einen fließenden und kontinuierlichen Fluss, der dem Gedicht eine gesprächige und ungezwungene Atmosphäre verleiht und die Freiheit und das Potenzial der beschriebenen jungen Frauen widerspiegelt.
Durch den geschickten Einsatz dieser literarischen Mittel verleiht Derek Walcott seinem Gedicht „Virgin“ Tiefe und Reichtum und vermittelt wirkungsvoll die Themen Unschuld, Potenzial und die transformative Kraft der Bildung bei der Gestaltung junger Leben.