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Welche Einstellung hatten die Hexen zu der Zeit, als Shakespeare schrieb?

Die Darstellung und Wahrnehmung von Hexen variierte zur Zeit Shakespeares. Die elisabethanische Zeit in England, als William Shakespeare lebte und schrieb, war geprägt von einer Kombination aus Glauben, Aberglauben und gesetzlichen Vorschriften, die die Einstellung zur Hexerei prägten. Hier sind einige Schlüsselaspekte der Haltung der Hexen zu Shakespeares Zeiten:

1. Angst und Aberglaube: Hexen wurden oft mit Angst, Aberglauben und dem Unbekannten in Verbindung gebracht. Es wurde angenommen, dass sie über übernatürliche Kräfte verfügten, beispielsweise die Fähigkeit, Zauber zu wirken, Schaden anzurichten und Vorhersagen zu treffen. Die Angst vor Hexerei war weit verbreitet und führte zu Paranoia und Anschuldigungen gegen Personen, die der Ausübung von Hexerei verdächtigt wurden.

2. Verfolgung: Der Witchcraft Act von 1563 und der Witchcraft Act von 1604 machten Hexerei in England zu einem Kapitalverbrechen. Anschuldigungen wegen Hexerei waren weit verbreitet und Einzelpersonen wurden vor Gericht gestellt und mit harten Strafen belegt, darunter Hinrichtungen durch Erhängen oder Verbrennen auf dem Scheiterhaufen.

3. Verbindung zum Teufel: Viele glaubten, Hexen hätten einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und ihnen dadurch übernatürliche Fähigkeiten verliehen. Dieser Zusammenhang verstärkte die negative Wahrnehmung von Hexen und ihre Assoziation mit dem Bösen und der Dunkelheit.

4. Geschlechtsspezifische Voreingenommenheit: Hexereivorwürfe richteten sich häufig unverhältnismäßig stark gegen Frauen. Zu dieser geschlechtsspezifischen Voreingenommenheit trugen soziale und kulturelle Faktoren bei, da Frauen oft als anfälliger für Manipulationen durch böse Mächte angesehen wurden.

5. Sündenbock: In Zeiten sozialer Unruhen oder persönlicher Unglücke wurden Hexen manchmal zu Sündenböcken gemacht und für diese Probleme verantwortlich gemacht. Dies diente dazu, Erklärungen für Ereignisse zu finden, die außerhalb der menschlichen Kontrolle schienen.

6. Beliebte Unterhaltung: Während Hexen im Allgemeinen gefürchtet waren, übten sie auch eine gewisse Faszination auf die Menschen aus. Hexerei war zu Shakespeares Zeiten ein beliebtes Thema in Literatur, Theater und Folklore. Shakespeare selbst stellte Hexen in verschiedenen Stücken dar, darunter „Macbeth“ und „Die lustigen Weiber von Windsor“, und trug damit zur kulturellen Darstellung von Hexen in der Literatur bei.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Einstellungen zur Hexerei zu Shakespeares Zeiten zwischen verschiedenen sozialen Gruppen und Gelehrten unterschiedlich waren. Einige Personen standen dem Hexereiglauben skeptisch gegenüber und sprachen sich gegen die Verfolgung verdächtiger Hexen aus, während andere fest davon überzeugt waren, dass Hexerei und ihre schädlichen Auswirkungen existieren.

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