1. Mangel an Originalität:
Einige Kritiker argumentieren, dass Shakespeares Handlungsstränge oft von früheren Werken übernommen oder adaptiert wurden. Viele seiner Stücke basieren auf historischen Berichten, Folklore oder anderen literarischen Quellen. Einige Kritiker glauben, dass dies seine Originalität und Kreativität beeinträchtigte.
2. Zeicheninkonsistenzen:
Shakespeares Charaktere weisen manchmal inkonsistente Merkmale oder Motivationen auf, was als Schwäche seines Schreibens angesehen werden kann. Einige Kritiker argumentieren, dass diese Inkonsistenzen dazu führen können, dass seine Charaktere weniger glaubwürdig oder gut entwickelt erscheinen.
3. Schwache weibliche Charaktere:
Kritiker haben darauf hingewiesen, dass es Shakespeares weiblichen Charakteren oft an Entscheidungsfreiheit mangelt und sie oft in stereotypen oder begrenzten Rollen dargestellt werden. Einige Kritiker sehen darin ein Spiegelbild der patriarchalischen Gesellschaft, in der Shakespeare lebte.
4. Übermäßiger Sprachgebrauch:
Shakespeare ist für seine ausgefeilte und poetische Sprache bekannt, einige Kritiker argumentieren jedoch, dass diese manchmal übertrieben oder undeutlich sein kann. Sie glauben, dass sein Fokus auf sprachliche Schnörkel die Klarheit oder Bedeutung seiner Stücke beeinträchtigen kann.
5. Historische Ungenauigkeiten:
Bei der Auseinandersetzung mit historischen Themen nahm sich Shakespeare oft Freiheiten bei der historischen Genauigkeit. Einige Kritiker glauben, dass dies die historischen Aufzeichnungen verzerrt und den Zuschauern einen irreführenden Eindruck von vergangenen Ereignissen vermitteln könnte.
6. Mangel an psychologischer Tiefe:
Kritiker argumentierten, dass es Shakespeares Charakteren manchmal an psychologischer Tiefe und Komplexität mangele. Einige glauben, dass die Emotionen und Motivationen seiner Charaktere nicht immer vollständig erforscht oder entwickelt werden.
7. Begrenzte soziale Reichweite:
Shakespeares Stücke konzentrieren sich hauptsächlich auf Charaktere aus den oberen Gesellschaftsschichten. Einige Kritiker argumentieren, dass diese begrenzte soziale Reichweite dazu führen kann, dass seine Stücke für ein breiteres Publikum weniger relevant oder zugänglich sind.
Es ist wichtig anzumerken, dass diese Kritikpunkte nur einen kleinen Teil der umfangreichen Shakespeare-Forschung und -Analyse darstellen. Viele andere Kritiker lobten Shakespeares Werk für seine literarische Brillanz, seine Einblicke in die menschliche Natur und seine anhaltende Relevanz über Kulturen und Zeiten hinweg.