1. Der Durchschnittsmensch, der Gemeinschaftsstandards anwendet, würde feststellen, dass die Arbeit als Ganzes ein lüsternes Interesse weckt. Prurient Interest ist ein sexuelles Verlangen oder eine Neugier, die als beschämend oder unmoralisch angesehen wird.
2. Das Werk hat keinen ernsthaften literarischen, künstlerischen, politischen oder wissenschaftlichen Wert. Das bedeutet, dass das Werk keinen erlösenden gesellschaftlichen Wert hat, der seinen lüsternen Reiz überwiegen würde.
3. Die Arbeit verstößt offensichtlich gegen die vorherrschenden Gemeinschaftsstandards. Dies bedeutet, dass die Arbeit so anstößig ist, dass sie über die Grenzen dessen hinausgeht, was von der Gemeinschaft toleriert wird.
Um als obszön zu gelten, muss ein Werk alle drei dieser Kriterien erfüllen. Wenn ein Werk nur eines oder zwei der Kriterien erfüllt, gilt es nicht als obszön und ist daher durch den ersten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten geschützt.
Die rechtliche Auslegung von Obszönität ist ein komplexes und kontroverses Thema. Es besteht kein klarer Konsens darüber, was Obszönität darstellt, und verschiedene Gerichte und Gerichtsbarkeiten haben die Kriterien unterschiedlich interpretiert. Infolgedessen entwickelt und verändert sich die rechtliche Definition von Obszönität ständig.