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Was war die abolitionistische Bewegung?

Die abolitionistische Bewegung war eine soziale und politische Bewegung, die die Sklaverei im britischen Empire und in den Vereinigten Staaten beenden wollte. Sie begann im 18. Jahrhundert und gewann im 19. Jahrhundert an Dynamik, was schließlich zur Abschaffung der Sklaverei in beiden Ländern führte. Die Bewegung wurde von einer vielfältigen Gruppe von Einzelpersonen angeführt, darunter ehemalige Sklaven, religiöse Führer, Politiker und Schriftsteller, die unermüdlich daran arbeiteten, das Bewusstsein für die Schrecken der Sklaverei zu schärfen und die Regierung davon zu überzeugen, Maßnahmen zu ihrer Beendigung zu ergreifen.

Die abolitionistische Bewegung in Großbritannien war besonders einflussreich und prägte die Bewegung in den Vereinigten Staaten mit. Im Jahr 1787 wurde in London die Society for the Abolition of the Slave Trade gegründet, die eine Schlüsselrolle bei der Lobbyarbeit bei der britischen Regierung zur Abschaffung des Sklavenhandels spielte. Im Jahr 1807 verabschiedete die britische Regierung den „Abolition of the Slave Trade Act“, der es britischen Schiffen verbot, Sklaven zu transportieren.

Die abolitionistische Bewegung in den Vereinigten Staaten gewann in den 1830er und 1840er Jahren an Dynamik. Die American Anti-Slavery Society wurde 1833 gegründet und entwickelte sich schnell zur bedeutendsten abolitionistischen Organisation des Landes. Die Mitglieder der Gesellschaft nutzten verschiedene Taktiken, um das Bewusstsein für die Sklaverei zu schärfen, darunter die Abhaltung von Versammlungen, die Veröffentlichung von Broschüren und das Halten von Reden.

Eine der wichtigsten Figuren der Abolitionistenbewegung war Frederick Douglass, ein ehemaliger Sklave, der ein bekannter Redner und Schriftsteller wurde. Douglass‘ Autobiografie „Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave“, veröffentlicht im Jahr 1845, war eine eindringliche Anklage gegen die Sklaverei und trug dazu bei, viele Menschen von der Notwendigkeit der Abschaffung zu überzeugen.

Die abolitionistische Bewegung spielte eine Schlüsselrolle im amerikanischen Bürgerkrieg, der 1861 begann. Der Krieg wurde um die Frage der Sklaverei geführt, und der Sieg der Union führte zur Emanzipation aller Sklaven in den Vereinigten Staaten. Die von Präsident Abraham Lincoln im Jahr 1863 herausgegebene Emanzipationserklärung erklärte, dass alle Sklaven in den Konföderierten Staaten frei seien. Der Krieg endete 1865 mit der Niederlage der Konföderation, und der 1865 ratifizierte Dreizehnte Zusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten schaffte die Sklaverei im ganzen Land ab.

Die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei war ein langer und schwieriger Kampf, aber letztendlich erreichte sie ihr Ziel, die Sklaverei im britischen Empire und in den Vereinigten Staaten zu beenden. Die Bewegung war ein eindrucksvolles Beispiel für die Macht des sozialen und politischen Aktivismus und bereitete die Bühne für zukünftige Bewegungen für soziale Gerechtigkeit und Gleichheit.

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