1. William Wilberforce (1759-1833):
- William Wilberforce, bekannt als „Vater der Abschaffungsbewegung“, war ein bekannter britischer Politiker und Sozialreformer.
- Er leitete unermüdlich die parlamentarische Kampagne zur Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels und später der Sklaverei selbst.
- Im Jahr 1787 brachte Wilberforce im Unterhaus einen Antrag zur Abschaffung des Sklavenhandels ein, was eine heftige öffentliche Debatte auslöste.
- Wilberforces Bemühungen trugen schließlich 1807 Früchte, als das britische Parlament das Abolition Act verabschiedete, das die britische Beteiligung am Sklavenhandel verbot.
2. Thomas Clarkson (1760-1846):
- Thomas Clarkson, ein englischer Abolitionist, arbeitete eng mit William Wilberforce zusammen und spielte eine entscheidende Rolle bei der Sammlung von Beweisen für die Gräueltaten des Sklavenhandels.
- Im Jahr 1788 veröffentlichte Clarkson sein bahnbrechendes Werk „An Essay on the Slavery and Commerce of the Human Species“, das die Schrecken des Sklavenhandels offenlegte.
- Er reiste viel, sammelte Zeugenaussagen und sammelte statistische Informationen, um die Öffentlichkeit auf die unmenschlichen Praktiken des Sklavenhandels aufmerksam zu machen.
3. Granville Sharp (1735-1813):
- Granville Sharp, ein englischer Menschenfreund, gilt als einer der Pioniere der Abschaffungsbewegung.
- Er leistete Rechtsbeistand für entkommene Sklaven, die zu Unrecht inhaftiert wurden, und stellte die Rechtmäßigkeit der Sklaverei in England in Frage.
- Sharps Bemühungen führten 1772 zum berühmten Somerset-Fall, in dem die englischen Gerichte entschieden, dass Sklaverei mit dem englischen Recht unvereinbar sei. Diese Entscheidung war ein bedeutender Meilenstein im Kampf gegen die Sklaverei in England.
4. Olaudah Equiano (ca. 1745-1797):
- Olaudah Equiano, auch bekannt als Gustavus Vassa, war ein afrikanischer Abolitionist und Schriftsteller, der eine entscheidende Rolle bei der Sensibilisierung für die Unmenschlichkeit der Sklaverei spielte.
- Im Jahr 1789 veröffentlichte Equiano seine Autobiografie „The Interesting Narrative of the Life of Olaudah Equiano“, in der er seine persönlichen Erfahrungen als Sklave und die Schrecken, die er ertragen musste, schilderte.
- Sein Buch prägte die öffentliche Meinung und wurde weithin als Beweis für die Grausamkeit und Ungerechtigkeit des Sklavenhandels verwendet.
5. Elizabeth Fry (1780-1845):
- Elizabeth Fry, eine Sozialreformerin der Quäkerin, widmete ihr Leben der Verbesserung des Lebens von Gefangenen, Frauen und Unterprivilegierten.
- Sie setzte sich für Gefängnisreformen ein, richtete Schulen und Frauenhäuser ein und arbeitete unermüdlich daran, die harten Bedingungen der Sklaverei zu lindern.
- Fry setzte sich für die Abschaffung der Sklaverei ein und unterstützte verschiedene abolitionistische Anliegen.
6. Die Gesellschaft zur Abschaffung des Sklavenhandels (SEAST):
- SEAST wurde 1787 von Thomas Clarkson und anderen Abolitionisten gegründet und war eine der führenden Organisationen, die sich für die Abschaffung der Sklaverei einsetzten.
- SEAST spielte eine entscheidende Rolle bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit, beim Einreichen von Petitionen an das Parlament und bei der Verbreitung von Anti-Sklaverei-Propaganda, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
- Die Bemühungen der Gesellschaft trugen maßgeblich dazu bei, öffentliche Unterstützung für die Abschaffung des Sklavenhandels und der Sklaverei im britischen Empire zu gewinnen.
Dies sind nur einige bemerkenswerte Einzelpersonen und Organisationen, die im 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle im Kampf gegen die Sklaverei in England spielten. Ihr Engagement, ihre Leidenschaft und ihr beharrliches Eintreten trugen schließlich zur Abschaffung des Sklavenhandels und schließlich der Sklaverei selbst bei, was zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit führte.