Surreale Elemente: Die Geschichte enthält Elemente der Fantasie, des Surrealismus und des Übernatürlichen, die für den literarischen Realismus nicht charakteristisch sind. Bierce schafft eine mehrdeutige und traumhafte Atmosphäre, die das Verständnis der Leser für die Realität herausfordert.
Konzentrieren Sie sich auf innere Erfahrungen: Die Geschichte erforscht die inneren Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen der Hauptfigur Peyton Farquhar, während er mit der Aussicht auf den Tod konfrontiert ist. Dieser introspektive Fokus auf den psychologischen Zustand des Einzelnen ist kein Hauptanliegen des literarischen Realismus.
Verzerrte Zeitsequenz: Die Geschichte folgt keiner linearen und logischen Abfolge der Ereignisse. Es werden Rückblenden, Bewusstseinsströme und Perspektivwechsel eingesetzt, was es schwierig macht, die wahre Natur der Realität innerhalb der Erzählung zu erkennen.
Abwesenheit von Gesellschaftskritik: Der literarische Realismus versucht oft, soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte der Gesellschaft zu kritisieren. Allerdings befasst sich „An Occurrence at Owl Creek Bridge“ nicht explizit mit sozialen Kommentaren. Stattdessen konzentriert es sich auf den Überlebenskampf des Einzelnen und die surreale Natur menschlicher Erfahrung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „An Occurrence at Owl Creek Bridge“ zwar eine meisterhaft geschriebene Kurzgeschichte ist, ihre Einbeziehung surrealer Elemente, subjektiver Perspektiven und ein Mangel an Gesellschaftskritik sie jedoch außerhalb der Grenzen des literarischen Realismus liegen lässt. Aufgrund seiner Erforschung der inneren Welt des Einzelnen und der Verwendung symbolischer und fantasievoller Elemente gilt es als Werk der amerikanischen Romantik.