1. Gesellschaftssatire: Fielding nutzte seine Romane, um die sozialen Normen und Torheiten der Oberschicht und der Reichen im 18. Jahrhundert zu verspotten. Er machte sich häufig über ihr anmaßendes Verhalten, ihre Eitelkeit, Heuchelei und ihr Streben nach Oberflächlichkeit lustig.
2. Moral und Tugend: Fielding erforschte moralische Fragen und die Bedeutung der Tugend. Er stellte tugendhafte Charaktere denen gegenüber, die der Versuchung oder dem Egoismus erliegen. In seinen Schriften betonte er oft die Konsequenzen des eigenen Handelns und betonte die moralischen Entscheidungen, die der Einzelne in seinem Leben trifft.
3. Klassenstruktur und soziale Ungleichheit: Fielding beleuchtete die starken Klassenunterschiede seiner Zeit. Er lieferte eine differenzierte Perspektive auf die Unterschiede zwischen den Reichen und den Unterschichten und betonte die Not der Armen und die Ungerechtigkeiten, mit denen sie konfrontiert waren.
4. Das Rechtssystem: Als ehemaliger praktizierender Anwalt verfügte Fielding über ein tiefes Verständnis des Rechtssystems. Er kritisierte oft dessen Ineffizienz, Korruption und die Mängel im Justizsystem, insbesondere im Zusammenhang mit der ungerechten Behandlung der Unterschichten.
5. Menschliche Natur: Fielding vertiefte sich in die Feinheiten der menschlichen Natur und erforschte Themen wie Gier, Ehrgeiz, Liebe und den Kampf zwischen Vernunft und Leidenschaft. Seine Charaktere zeigten eine Reihe menschlicher Emotionen und Motivationen.
6. Abenteuer und Missgeschick: Fieldings Romane enthielten oft pikareske Elemente und erzählten von den Abenteuern und Missgeschicken seiner Figuren, während sie sich durch verschiedene soziale Kreise bewegen und verschiedene Herausforderungen erleben.
7. Unabhängigkeit und Stärkung der Frau: Obwohl Fielding durch die gesellschaftlichen Normen seiner Zeit eingeschränkt war, präsentierte er einige seiner weiblichen Charaktere als unabhängige und einfallsreiche Individuen und stellte damit die traditionellen Rollen, die Frauen im 18. Jahrhundert zugeschrieben wurden, in Frage.
8. Politischer Kommentar: In Fieldings Werken finden sich subtile politische Kommentare. Manchmal verspottete er politische Persönlichkeiten, kritisierte die Regierungspolitik und beleuchtete die Kämpfe der einfachen Bürger unter der herrschenden Elite.
In seinen Romanen kombinierte Henry Fielding Geschichtenerzählen mit sozialen Kommentaren, Witz, Ironie und Realismus und schilderte so wirkungsvoll die Komplexität der Gesellschaft und des menschlichen Daseins im 18. Jahrhundert.