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Was erreicht Hawthorne mit seinen Verweisen auf die heilige Ann Hutchinson?

Nathaniel Hawthornes Verweise auf die puritanische religiöse Figur Anne Hutchinson aus dem 17. Jahrhundert in seinen Werken, insbesondere in „The Scarlet Letter“, dienen mehreren Zwecken und tragen zu seiner Erforschung verschiedener Themen bei:

Historischer und kultureller Kontext:

- Hutchinson war eine echte historische Persönlichkeit, die in den 1630er Jahren das religiöse Establishment in Massachusetts herausforderte. Die Verwendung ihres Namens durch Hawthorne trägt dazu bei, seinen Roman in einen bestimmten historischen Kontext einzuordnen, und spiegelt den puritanischen Hintergrund des Handlungsorts der Geschichte wider.

Symbolik und Allegorie :

- Hawthorne verwendet Hutchinson als Symbol für religiösen Dissens, Individualismus und Nonkonformität. Ihre Geschichte ähnelt der von Hester Prynne, der Protagonistin des Romans, die von ihrer Gemeinde gemieden wird, weil sie puritanische moralische Standards verletzt.

- Hutchinsons Schicksal (Exil und Verbannung) dient als warnende Geschichte und Allegorie auf die Gefahren einer Abweichung von gesellschaftlichen Normen und Erwartungen.

Erforschung des Puritanismus:

- Hawthornes Verweise auf Hutchinson bieten Einblick in die strenge und unterdrückerische Natur der puritanischen Gesellschaft, in der religiöse Dogmen und Konformität im Vordergrund standen.

- Indem Hawthorne die liberalen Ansichten Hutchinsons und die intoleranten Einstellungen des puritanischen Establishments gegenüberstellt, hebt er die Heuchelei und Intoleranz hervor, die in der Gemeinschaft vorherrscht.

Moralische Ambiguität:

- Hutchinsons Charakter bringt ein Gefühl moralischer Ambiguität in den Roman. Während ihre Absichten oft positiv dargestellt werden, führten ihre Handlungen (wie die Infragestellung religiöser Autorität und die Förderung ihrer eigenen spirituellen Ideen) zu Konflikten innerhalb der Gemeinschaft.

– Diese Mehrdeutigkeit stellt die vereinfachten Vorstellungen von Gut und Böse in Frage und spiegelt Hawthornes Erforschung komplexer moralischer Dilemmata wider.

Thematische Resonanz :

- Hawthornes Anspielungen auf Ann Hutchinson spiegeln die zentralen Themen des Romans wider:Sünde, Schuld und Erlösung.

- Hutchinsons Geschichte erinnert daran, dass selbst ehrenhafte und wohlmeinende Menschen wegen ihres Glaubens verurteilt und ausgeschlossen werden können, so wie Hester Prynne wegen Ehebruchs.

Insgesamt bereichert Hawthornes Verwendung von Verweisen auf Anne Hutchinson die Erzählung von „The Scarlet Letter“, indem er sie mit historischen Ereignissen verknüpft, sich mit der Natur der puritanischen Gesellschaft befasst und die Themen religiöser Konflikt, Individualismus und moralische Komplexität erweitert.

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