Im Verlauf des Romans beginnt Melanie, ihre konventionelle Existenz in Frage zu stellen und sich nach persönlichem Wachstum und Erfüllung zu sehnen. Ausgelöst durch verschiedene Lebensereignisse, darunter ihre Beziehung zu ihren Kindern und ihre Interaktionen mit anderen Frauen in ihrer Gemeinde, begibt sich Melanie auf eine Reise der Selbstfindung und Befreiung. Sie beginnt, gesellschaftliche Erwartungen und Normen in Frage zu stellen, und dabei tauchen ihre zuvor schlummernden Wünsche und Ambitionen wieder auf.
Während ihrer Transformation sieht sich Melanie mit Rückschlägen und gesellschaftlichem Druck konfrontiert, doch sie beharrt auf ihrem Streben nach Selbstverwirklichung. Nach und nach findet sie Trost und Unterstützung aus unerwarteten Quellen und knüpft bedeutungsvolle Kontakte zu anderen Frauen, die sie ermutigen und inspirieren. Diese Beziehungen helfen ihr, die Kraft zu gewinnen, sich ihren inneren Dämonen zu stellen und sich aus den Beschränkungen ihres Alltags zu befreien.
Letztendlich ist „An Ordinary Woman“ eine eindringliche Auseinandersetzung mit dem Kampf einer Frau um Identität und Selbstbestimmung in einer Gesellschaft, die weibliche Entscheidungsfreiheit oft unterdrückt. Anhand von Melanies Reise unterstreicht Greene die Bedeutung von persönlichem Wachstum, Selbstdarstellung und dem Mut, sein wahres Selbst anzunehmen, auch angesichts von Widrigkeiten und sozialen Zwängen.