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Wenn man sich auf die Kapitel 11–16 von Frankenstein konzentriert, wie verändert dieser Abschnitt die Reaktion des Lesers auf Monster. Inwieweit spiegeln diese Kapitel Mary Shelleys Sicht auf die Gesellschaft wider?

In den Kapiteln 11–16 von „Frankenstein“ durchläuft der Charakter des Monsters bedeutende Entwicklungen, die die Reaktion des Lesers auf ihn verändern. Dieser Abschnitt des Romans enthüllt mehr von den inneren Gedanken, Gefühlen und Motivationen des Monsters und vermenschlicht ihn auf eine Weise, die beim Leser Sympathie und Verständnis hervorruft. Hier sind einige Schlüsselaspekte, wie diese Kapitel die Reaktion des Lesers auf das Monster verändern:

1. Einführung in die Perspektive des Monsters :

Vor diesen Kapiteln wurde das Monster hauptsächlich durch die Linse von Victor Frankenstein und den Reaktionen der anderen Charaktere auf ihn dargestellt. In den Kapiteln 11–16 erhält der Leser jedoch direkten Zugang zu den Gedanken und Gefühlen des Monsters. Dies ermöglicht es dem Leser, ihn als empfindungsfähiges, emotionales Wesen zu sehen, das leidensfähig ist und sich nach Kameradschaft sehnt.

2. Die Kindheit des Monsters erkunden :

Das Monster reflektiert seine frühen Erfahrungen nach seiner Erschaffung und beschreibt seine anfängliche Verwirrung, Angst und Neugier. Er erzählt von seinen Überlebenskämpfen und seinen Begegnungen mit Natur und Gesellschaft. Dieser Einblick in seine Erziehung hilft dem Leser, die Beweggründe des Monsters zu verstehen und liefert einen Kontext für seine Handlungen.

3. Empathie für das Monster :

Die Erzählung des Monsters weckt beim Leser Mitgefühl, da er seine Isolation und seinen Wunsch nach Liebe, Verständnis und einem Platz in der Gesellschaft beklagt. Seine Einsamkeit und sein Leid machen ihn zu einer sympathischen Figur, die die anfängliche Wahrnehmung als rein monströses und böses Wesen in Frage stellt.

4. Gesellschaftliche Ablehnung :

Der Leser wird Zeuge der wiederholten Versuche des Monsters, mit Menschen in Kontakt zu treten, die jedoch abgelehnt und verunglimpft werden. Sein Wunsch nach Kameradschaft und Akzeptanz stößt auf Angst und Hass und zeigt die Vorurteile und Grausamkeiten, die in der Gesellschaft herrschen.

5. Reflexionen über Natur und Mensch :

Die Erfahrungen des Monsters führen ihn dazu, über die Beziehung zwischen Natur und Mensch nachzudenken. Er kontrastiert die Schönheit und Harmonie der Natur mit den Fehlern und Unvollkommenheiten der menschlichen Gesellschaft und wirft Fragen über die Natur von Gut und Böse auf.

6. Gesellschaftliche Reflexion :

Anhand der Erfahrungen und Beobachtungen des Monsters reflektiert Mary Shelley die gesellschaftlichen Probleme ihrer Zeit. Der Roman kritisiert soziale Hierarchien, Vorurteile und die Folgen der Vernachlässigung von Mitgefühl und Verständnis.

7. Moralische Perspektiven verändern :

Die moralische Bewertung von Victor Frankenstein und dem Monster durch den Leser wird komplexer. Während Victors Handlungen ethisch fragwürdig bleiben, kann der Leser die Beweggründe und Handlungen des Monsters nun als Reaktion auf die Gesellschaft verstehen, die ihn abgelehnt hat.

Abschließend gestalten die Kapitel 11–16 von „Frankenstein“ die Reaktion des Lesers auf das Monster neu, indem sie Einblicke in seine innere Welt und seine Erfahrungen gewähren. Die Darstellung der Perspektive des Monsters vermenschlicht ihn, ruft Empathie hervor und stellt die anfängliche Wahrnehmung, ihn als rein böse zu betrachten, in Frage. Mary Shelleys Auseinandersetzung mit dem Charakter des Monsters dient auch als Kritik gesellschaftlicher Probleme und verdeutlicht die Folgen von Vorurteilen, Isolation und mangelndem Mitgefühl.

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