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Welche Bedeutung hat der Wald für Puritaner in „The Crucible“ von Arthur Miller?

Der Wald hat für die Puritaner in Arthur Millers Stück „The Crucible“ eine große Bedeutung. Es stellt einen Ort der Dualität dar, der sowohl positive als auch negative Aspekte verkörpert, die die Komplexität der menschlichen Natur widerspiegeln. Lassen Sie uns die Symbolik und Bedeutung des Waldes im Stück erkunden:

1. Naturlandschaft vs. zivilisierte Gesellschaft:

- Der Wald steht im Gegensatz zur streng kontrollierten Gesellschaft von Salem.

- Von Puritanern, die in der Stadt leben, wird erwartet, dass sie sich strikt an die religiösen und sozialen Normen halten, während der Wald einen Ausweg aus diesen Zwängen bietet.

2. Versuchung und Sünde:

- Historisch gesehen wurden Wälder oft mit Versuchung und Gefahr in Verbindung gebracht, wie in zahlreichen mythischen und religiösen Erzählungen dargestellt.

- In „The Crucible“ dient der Wald als Ort, an dem illegale Begegnungen stattfinden, insbesondere der berüchtigte Tanz, den Abigail und ihre Gefährten aufführen.

- Der Wald symbolisiert daher die Freisetzung aufgestauter Wünsche, die unter der Oberfläche der scheinbar frommen Gemeinschaft verborgen liegen.

3. Hysterie und Massenhysterie:

- Miller zieht Parallelen zwischen dem Wald und der Hysterie, die Salem erfasst.

- So wie der Wald ein Ort ist, an dem die Logik ihren Halt verliert, wird die Stadt von einem Wirbelsturm aus Angst und Paranoia erfasst, was zu falschen Anschuldigungen der Hexerei führt.

4. Übernatürliche Verbindung:

- Die Puritaner glaubten, dass der Wald die Heimat unsichtbarer Kräfte sei, sowohl des Guten als auch des Bösen.

- In dem Stück wird der Wald mit den Hexereivorwürfen in Verbindung gebracht, wobei Personen behaupten, in dieser dunklen und mysteriösen Umgebung Geister zu sehen oder mit dem Teufel zu kommunizieren.

5. Entdeckung der wahren Natur:

- Der Wald wird zu einem Ort, an dem die Charaktere ihr wahres Selbst offenbaren, unbelastet von den Zwängen der Gesellschaft.

- Zum Beispiel wird Abigail Williams' heimliche Lust auf John Proctor in der berüchtigten Nacht im Wald enthüllt, was die Heuchelei veranschaulicht, die sich hinter ihrer puritanischen Fassade verbirgt.

6. Mehrdeutige Moral:

- Der Wald unterstreicht die Ambiguität der Moral, indem er die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt.

- Charaktere, die sich in den Wald wagen, begeben sich auf eine Reise der Selbstfindung und stellen sich verborgenen Wünschen und persönlicher Dunkelheit, die ihre Wahrnehmung von Rechtschaffenheit in Frage stellen.

7. Symbol der Transformation und Erneuerung:

- Trotz seiner negativen Konnotation stellt der Wald auch die Möglichkeit der Transformation und Erneuerung dar.

- Das Stück endet mit dem Waldbrand, der als Symbol der Reinigung und der Beseitigung der kollektiven Schuld und Hysterie der Gemeinschaft interpretiert werden könnte.

Im Wesentlichen fungiert der Wald in „The Crucible“ als Mikrokosmos, der die komplexen Kämpfe und verborgenen Dimensionen innerhalb der Gesellschaft von Salem widerspiegelt. Es dient als Hintergrund für Versuchung, Geheimhaltung und die Entfesselung ursprünglicher Wünsche und stellt letztendlich die strengen puritanischen Werte und die Moral der Charaktere in Frage.

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