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Wie werden die Themen Kolonialismus und Imperialismus in Shakespeares „Der Sturm“ am deutlichsten dargestellt?

In Shakespeares „Der Sturm“ werden die Themen Kolonialismus und Imperialismus vor allem durch das Zusammenspiel zwischen Prospero, einem mächtigen Zauberer, und Caliban, einem einheimischen Bewohner der Insel, veranschaulicht. So manifestieren sich diese Themen im Stück:

1. Vertreibung und Versklavung:

- Caliban, der rechtmäßige Besitzer der Insel, wird von Prospero versklavt, der die Insel kolonisiert und die Herrschaft über ihre Bewohner behauptet.

– Prospero nutzt Magie, um Caliban zu unterdrücken und zu kontrollieren, und verdeutlicht dabei die Machtdynamik zwischen europäischen Kolonisatoren und indigenen Bevölkerungsgruppen.

2. Ausbeutung von Ressourcen:

- Prospero nutzt die natürlichen Ressourcen der Insel, wie exotische Tiere und Geister, zu seinem eigenen Vorteil aus.

- Dies spiegelt die Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch Kolonisierungsmächte auf ihrem Streben nach Reichtum und Macht wider.

3. Kulturelle Unterdrückung:

- Prospero versucht, Caliban seine europäischen kulturellen Werte aufzuzwingen, während er Calibans einheimische Kultur missachtet und untergräbt.

- Dies spiegelt die kulturelle Unterdrückung wider, die oft von Kolonisatoren durchgeführt wird und indigene Überzeugungen und Praktiken untergräbt.

4. Prosperos Kolonialsprache:

- Prosperos Verwendung einer gehobenen Sprache und eines anspruchsvollen Vokabulars verstärkt das Machtungleichgewicht zwischen ihm und Caliban.

- Dies spiegelt die Tendenz der Kolonisatoren wider, den kolonisierten Völkern ihre Sprache und kulturellen Normen aufzuzwingen.

5. Miranda und Ferdinands Beziehung:

- Die Beziehung zwischen Miranda, Prosperos Tochter, und Ferdinand, dem Sohn des Königs von Neapel, spiegelt die Dynamik zwischen europäischen Kolonisatoren und kolonisierten Individuen wider.

- Ihre Beziehung wird durch Prosperos Manipulation und Kontrolle erleichtert.

6. Sprache als Macht:

- Prosperos Beherrschung der Sprache ermöglicht es ihm, die anderen Charaktere zu kontrollieren und Ereignisse auf der Insel zu manipulieren.

- Dies verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Sprache und Macht in kolonialen Kontexten.

7. Koloniale Begegnungen und Perspektiven:

- Das Stück präsentiert verschiedene Perspektiven auf den Kolonialismus, wobei Prospero den Kolonisator darstellt, Caliban den unterdrückten Eingeborenen verkörpert und Ariel die Rolle des Kolonisierten symbolisiert, der den Kolonisator herausfordern kann.

8. Die „zivilisierende Mission“:

- Prospero versucht, Caliban zu „zivilisieren“, indem er ihm Sprache, Manieren und Verhaltensweisen gemäß europäischen Standards beibringt.

- Dies spiegelt den kolonialen Glauben an die Notwendigkeit wider, indigene Völker zu zivilisieren und zu erziehen.

Insgesamt untersucht „The Tempest“ die Komplexität von Kolonialismus und Imperialismus, legt deren Folgen offen und beleuchtet die Machtungleichgewichte und Ungerechtigkeiten, die in kolonialen Kontexten entstehen.

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