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Welche persönliche Freiheit hatten Frauen in Romeo und Julia?

In Shakespeares Stück „Romeo und Julia“ wurde die persönliche Freiheit von Frauen durch die damaligen gesellschaftlichen Normen und Erwartungen stark eingeschränkt. Von Frauen wurde erwartet, dass sie gehorsam, unterwürfig und keusch waren.

1. Eingeschränkte Heiratsoptionen: Julias Heirat wurde von ihrem Vater, Lord Capulet, ohne ihre Zustimmung arrangiert. Dies verdeutlicht den Mangel an persönlicher Freiheit von Frauen bei der Wahl ihres eigenen Partners.

2. Eingeschränkte Mobilität: Von Frauen wurde nicht erwartet, dass sie ihre Häuser verlassen oder ohne einen männlichen Vormund frei reisen. Julia musste sich aus ihrem Haus schleichen, um mit Romeo zusammen zu sein, was zeigt, wie eingeschränkt die Mobilität von Frauen ist.

3. Konformitätsdruck: Von Julia wurde erwartet, dass sie den Erwartungen der Gesellschaft an eine respektable junge Frau entspricht. Dass sie sich diesen Erwartungen widersetzte, indem sie sich in Romeo verliebte, galt als skandalös.

4. Mangel an gesetzlichen Rechten: Zu Shakespeares Zeiten hatten Frauen nur wenige gesetzliche Rechte. Das bedeutete, dass sie ohne die Zustimmung ihrer Ehemänner oder Väter kein Eigentum erben, keine Klagen einreichen oder keine rechtlichen Entscheidungen treffen konnten.

5. Eingeschränkte Ausbildung: Formelle Bildung für Frauen war in dieser Zeit selten, was ihre Möglichkeiten für intellektuelles Wachstum und persönliche Entwicklung weiter einschränkte.

6. Soziale Stigmatisierung: Das Eingehen romantischer Beziehungen außerhalb der Ehe brachte soziale Stigmatisierung mit sich und konnte den Ruf einer Frau irreparabel schädigen.

7. Fehlen sexueller Freiheit: Von Frauen wurde erwartet, dass sie vor der Heirat Jungfrau blieben, und sie wurden streng verurteilt, wenn sie sexuelle Beziehungen eingingen. Julias Beziehung zu Romeo führte zu ihrer Verbannung aus der Gesellschaft.

8. Begrenzte berufliche Möglichkeiten: Frauen waren von den meisten beruflichen Tätigkeiten ausgeschlossen und auf häusliche Tätigkeiten wie Kochen, Putzen und Kindererziehung beschränkt.

Während „Romeo und Julia“ die tragische Liebesgeschichte zweier unglücklicher Liebender dramatisiert, spiegelt es auch die harte Realität des Mangels an persönlicher Freiheit von Frauen in der elisabethanischen Gesellschaft wider.

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