Shaws Schreibstil wird oft als gesprächig beschrieben, da er den natürlichen Sprachfluss nachahmt. Dies zeigt sich in der Art und Weise, wie er kurze Sätze, eine einfache Sprache und umgangssprachliche Ausdrücke verwendet. In dem Stück „Pygmalion“ zum Beispiel sagt Eliza Doolittle:„Verdammt unwahrscheinlich!“ Diese Zeile wäre in der alltäglichen Sprache nicht fehl am Platz und trägt dazu bei, dem Stück ein Gefühl von Realismus zu verleihen.
Humorvoll
Shaw war ein Meister des Humors und sein Schreiben ist voller witziger Einzeiler und kluger Beobachtungen. In dem Stück „Man and Superman“ sagt Tanner beispielsweise:„Der einzige völlig selbstlose Mensch ist der, der tot ist.“ Diese Zeile ist sowohl lustig als auch regt zum Nachdenken an und trägt dazu bei, dass das Publikum am Stück fesselt.
Kritisch
Shaw war ein Gesellschaftskritiker und seine Schriften spiegeln oft seine Ansichten über die Gesellschaft wider. Beispielsweise kritisiert er in dem Stück „Major Barbara“ die Heilsarmee für ihre Heuchelei. Diese Kritik zeigt sich in der Art und Weise, wie er die Charaktere Barbara und Undershaft darstellt. Barbara ist eine naive Idealistin, die glaubt, dass die Heilsarmee gute Arbeit leistet, während Undershaft ein rücksichtsloser Geschäftsmann ist, der vom Waffenhandel profitiert. Anhand dieser Charaktere zeigt Shaw den Kontrast zwischen Ideal und Realität und fordert das Publikum auf, über die Rolle der Kirche in der Gesellschaft nachzudenken.
Rhetorisch
Shaw war ein begabter Redner und seine Schriften haben oft rhetorische Qualität. In dem Stück „Cäsar und Kleopatra“ sagt Kleopatra beispielsweise:„Ich lasse mich nicht belehren. Ich bin eine Königin.“ Diese Zeile ist eine kraftvolle Bestätigung der Autorität Kleopatras und trägt dazu bei, dem Stück ein Gefühl von Dramatik zu verleihen.