- Ibn Khaldun bemühte sich bewusst darum, die Geschichte so genau wie möglich aufzuzeichnen, und kritisierte traditionelle Historiker dafür, dass sie sich auf Hörensagen und Legenden verließen.
- Er war bestrebt, seine Berichte auf zuverlässige Quellen wie Augenzeugenberichte, offizielle Dokumente und historische Aufzeichnungen zu stützen.
- ابن خلدون war außerdem entschlossen, einen fairen und unparteiischen Bericht über die Ereignisse zu liefern und dabei Voreingenommenheit und Vorurteile zu vermeiden.
2) Breiter Fokus und interdisziplinärer Ansatz:
- Im Gegensatz zu vielen Historikern seiner Zeit, die sich hauptsächlich auf politische und militärische Ereignisse konzentrierten, vertrat Ibn Khaldun eine breitere Sicht auf die Geschichte.
- Er befasste sich intensiv mit sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Faktoren und argumentierte, dass diese für das Verständnis des Aufstiegs und Niedergangs von Zivilisationen von entscheidender Bedeutung seien.
- Ibn Khalduns Ansatz war wirklich interdisziplinär und stützte sich auf Soziologie, Ökonomie, Geographie und andere Disziplinen.
3) Betonung sozialer Faktoren und „Asabiyyah“:
- Ibn Khaldun schlug bekanntlich das Konzept der „Asabiyyah“ oder des sozialen Zusammenhalts als Schlüsselfaktor für die Entstehung und den Erfolg von Zivilisationen vor.
- Er argumentierte, dass ein starkes Gefühl der Gruppensolidarität und gemeinsamer Werte für den Aufbau politischer Macht und die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung unerlässlich seien.
- Ibn Khalduns Fokus auf soziale Faktoren unterschied ihn von vielen zeitgenössischen Historikern, die einzelne Führer oder göttliches Eingreifen betonten.
4) Einblicke in den Lebenszyklus von Zivilisationen:
- Ibn Khaldun präsentierte eine bahnbrechende Theorie über den Lebenszyklus von Zivilisationen und legte nahe, dass sie verschiedene Phasen des Wachstums, der Reife, des Niedergangs und des Zusammenbruchs durchlaufen.
- Er analysierte die Faktoren, die zur Schwächung und schließlich zum Untergang von Zivilisationen beitragen, darunter Korruption, Luxus und interne Konflikte.
- Ibn Khalduns Ideen zur Dynamik von Zivilisationen hatten Einfluss auf moderne soziologische und historische Theorien.
5) Einfluss auf Geschichtsschreibung und historische Methodik:
- Ibn Khalduns Werk hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die Geschichtswissenschaft und -methodik.
- Sein Beharren auf Genauigkeit, Objektivität und einem umfassenden Ansatz zur Geschichte setzte einen neuen Standard für Historiker in der islamischen Welt.
- Viele spätere muslimische Historiker übernahmen seine Methoden und Prinzipien und seine Ideen hatten auch einen erheblichen Einfluss auf die europäische Geschichtsschreibung.
6) Beitrag zur Soziologie und Sozialwissenschaften:
- Obwohl Ibn Khaldun vor allem als Historiker bekannt ist, haben ihn seine Erkenntnisse über Gesellschaft, Kultur und sozialen Wandel zu einer bedeutenden Persönlichkeit auf dem Gebiet der Soziologie gemacht.
- Sein Schwerpunkt auf Gruppendynamik, sozialem Zusammenhalt und der Rolle sozialer Institutionen hatte großen Einfluss auf das soziologische Denken.
- Seine Arbeit wurde von Soziologen und Sozialwissenschaftlern aller Disziplinen untersucht und zitiert.