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Welche Religionspolitik verfolgten Edward Tudor und Mary Tudor?

Religionspolitik von Edward Tudor (VI) und Mary Tudor (I):

Edward VI. (1547-1553):

* Protestantische Reformation: Edward war ein gläubiger Protestant und in seiner Regierungszeit wurde die englische Reformation vollständig umgesetzt. Er setzte die Arbeit seines Vaters (Heinrich VIII.) fort, indem er protestantische Lehren und Praktiken förderte.

* Buch des gemeinsamen Gebets: Unter Eduard wurde die zweite Auflage des Book of Common Prayer angenommen, das die protestantische Agenda voranbrachte, indem es traditionelle katholische Praktiken durch einfachere protestantische Rituale ersetzte.

* Entfernung katholischer Praktiken: Viele katholische Bräuche wurden abgeschafft, darunter die Heiligenverehrung, die Verwendung von Bildern und die Messe.

* Auflösung von Klöstern: Der von Heinrich VIII. eingeleitete Prozess wurde fortgesetzt, wobei die verbleibenden Klöster aufgelöst und ihr Reichtum an die Krone und Privatpersonen verteilt wurden.

* Gründung der Church of England: Die Kirche von England war fest als eine von der römisch-katholischen Kirche getrennte Einheit etabliert, mit dem Monarchen als oberstem Oberhaupt.

* Religiöse Verfolgung: Trotz Edwards relativ toleranter Haltung kam es zu einer gewissen Verfolgung katholischer Andersdenkender, insbesondere gegen Ende seiner Herrschaft, als die katholische Bedrohung als zunehmend angesehen wurde.

Mary Tudor (1553-1558):

* Katholische Restauration: Maria war eine überzeugte Katholikin und setzte sich dafür ein, die protestantischen Veränderungen während der Herrschaft ihres Bruders rückgängig zu machen. Sie versuchte, die Autorität der katholischen Kirche in England wiederherzustellen.

* Aufhebung der protestantischen Gesetzgebung: Sie hob einen Großteil von Edwards religiösen Gesetzen auf, darunter den Act of Supremacy und das Book of Common Prayer, und stellte die katholische Messe und ihre Bräuche wieder her.

* Wiederherstellung der päpstlichen Autorität: Maria erkannte offiziell die Autorität des Papstes in England an und brachte das Land wieder in den Schoß der römisch-katholischen Kirche.

* Religiöse Verfolgung: Die Herrschaft Marias ist berüchtigt für die religiöse Verfolgung der Protestanten. Die „Marienverfolgungen“ führten zur Hinrichtung Hunderter Menschen, darunter Erzbischof Thomas Cranmer, dem Hauptarchitekten der englischen Reformation.

* Beliebtheit: Trotz ihres glühenden katholischen Glaubens war Maria aufgrund ihrer strengen Politik und der Verfolgung der Protestanten bei vielen unbeliebt. Für ihre Taten wurde sie als „Bloody Mary“ bekannt.

Hauptunterschiede:

* Religiöser Glaube: Edward war ein überzeugter Protestant, während Maria eine gläubige Katholikin war.

* Religionsrichtlinien: Edward förderte die protestantische Reformation, während Maria die Wiederherstellung des Katholizismus anstrebte.

* Verfolgung: Während beide Monarchen einige religiöse Verfolgungen erlebten, waren Marias Taten viel schwerwiegender und führten zum Tod vieler Protestanten.

Sowohl Edward als auch Maria haben ihre Spuren in der englischen Geschichte hinterlassen, die religiöse Landschaft der Nation geprägt und zum anhaltenden Kampf zwischen Katholizismus und Protestantismus beigetragen. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass dies komplexe Zeiten waren und die Religionspolitik oft mit politischen Manövern und Machtkämpfen verflochten war.

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