1. Cornelius Agrippa, Albertus Magnus und Paracelsus: Dies sind die ersten Bücher, die Victor liest und die ihn in die Welt der Alchemie und der okkulten Wissenschaft einführen. Sie entfachen seine Leidenschaft für die „Geheimnisse der Natur“ und legen den Grundstein für seine spätere Faszination für die Möglichkeit, Leben zu erschaffen.
2. „Die Geschichte der Entdeckungen und Erfindungen der Neuzeit“ von Henry Dyer: Dieses Buch konzentriert sich auf den wissenschaftlichen Fortschritt und betont die Kraft des menschlichen Einfallsreichtums. Es beflügelt Victors Ehrgeiz, etwas noch nie dagewesenes zu erreichen, was ihn letztendlich dazu bringt, die Erschaffung seines Monsters voranzutreiben.
3. Das Buch der Toten: Victors Studium antiker Texte wie diesem bestärkt seinen Glauben an das Potenzial des Okkultismus und der Magie. Es deutet auf eine verschwommene Grenze zwischen Wissenschaft und Magie hin, was sein Gefühl für moralische Grenzen weiter verwischt.
4. „Paradise Lost“ von John Milton: Nachdem die Kreatur dieses epische Gedicht entdeckt und gelesen hat, beginnt sie, ihre eigene Existenz und die Natur von Gut und Böse in Frage zu stellen. Dieses Gedicht hilft ihm, das Konzept der Sünde und die Folgen des Widerstands gegen Gott zu verstehen, die er mit seiner eigenen Schöpfung und der Ablehnung durch Victor in Verbindung bringt.
5. „Die Leiden des Werter“ von Johann Wolfgang von Goethe: Dieser Roman, der die emotionale Qual und den tragischen Selbstmord eines jungen Mannes beschreibt, berührt die Kreatur tief. Er identifiziert sich mit Werters Einsamkeit, Verzweiflung und Sehnsucht nach Verbindung und betont noch mehr die eigenen Gefühle der Kreatur von Isolation und Entfremdung.
Bedeutung:
* Die Kraft des Wissens: Die Bücher, die Victor liest, veranschaulichen die verführerische Kraft des Wissens und die Gefahren unkontrollierten wissenschaftlichen Ehrgeizes. Sein Streben nach Wissen wird zur treibenden Kraft und führt dazu, dass er die ethischen und moralischen Konsequenzen seines Handelns außer Acht lässt.
* Die Natur der Identität: Die Beschäftigung des Wesens mit Literatur hilft ihm, die Welt zu verstehen, Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich mit seiner eigenen Identität auseinanderzusetzen. Es ermöglicht ihm, sich mit der menschlichen Erfahrung zu verbinden, obwohl er ein Ausgestoßener ist.
* Der menschliche Zustand: Die Bücher reflektieren Themen wie Schöpfung, Schicksal und die Folgen, die sich daraus ergeben, sich der Natur zu widersetzen. Sie erforschen die Komplexität menschlicher Emotionen, die Suche nach Sinn und die Herausforderungen der Existenz.
Indem Mary Shelley diese Bücher und ihre Auswirkungen auf die Charaktere vorstellt, unterstreicht sie die Macht der Literatur, unser Verständnis von uns selbst, unserem Platz in der Welt und den Konsequenzen unseres Handelns zu prägen.