1. Anfechtung der Gesetze zu aufrührerischer Verleumdung: Zenger, ein Drucker, wurde der aufrührerischen Verleumdung beschuldigt, weil er kritische Artikel über den Kolonialgouverneur William Cosby veröffentlicht hatte. Damals definierte das englische Recht jede Kritik an der Regierung, unabhängig von ihrer Wahrhaftigkeit, als Verleumdung und als Verbrechen.
2. Andrew Hamiltons Verteidigung: Zengers Anwalt Andrew Hamilton argumentierte, dass die Wahrheit eine Verteidigung gegen Verleumdungsvorwürfe sein sollte. Er erklärte bekanntlich:„Die Pressefreiheit ist für die Freiheit des Volkes von wesentlicher Bedeutung.“ Er betonte auch die Bedeutung einer informierten Bürgerschaft und die Rolle der Presse bei der Rechenschaftspflicht der Regierung.
3. Nichtigerklärung der Jury: Trotz der Anweisung des Richters, die Wahrheit als Verteidigungsmaßnahme zu ignorieren, sprach die Jury Zenger frei. Dieser Akt der Nichtigerklärung durch die Jury, bei dem die Jury das Gesetz ignoriert und ein Urteil auf der Grundlage ihres eigenen Gewissens fällt, war ein eindrucksvolles Statement für den Wunsch der Kolonisten nach Meinungsfreiheit.
4. Ein Präzedenzfall für die Pressefreiheit: Obwohl der Prozess die Gesetze gegen aufrührerische Verleumdung nicht ausdrücklich aufhob, schwächte er sie doch erheblich. Das Urteil ermutigte andere Druckereien, Kritik an der Regierung zu veröffentlichen und legte damit den Grundstein für eine freie Presse in den Kolonien.
5. Auswirkungen auf die amerikanische Revolution: Der Fall Zenger trug dazu bei, den Glauben der Kolonisten an die Bedeutung der Meinungs- und Pressefreiheit zu festigen. Dieser Glaube wurde zu einem entscheidenden Element des intellektuellen und politischen Klimas, das zur Amerikanischen Revolution führte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zenger-Prozess ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Pressefreiheit in den amerikanischen Kolonien war. Es demonstrierte die Macht der Jury, die Meinungsfreiheit zu schützen, schuf einen Präzedenzfall für die Wahrheit als Verteidigung gegen Verleumdung und trug zu einem wachsenden Gefühl der Selbstverwaltung und Freiheit unter den Kolonisten bei.