1. Bewahrung von Wissen und Alphabetisierung: Klöster waren im frühen Mittelalter oft die einzigen Bildungszentren. Mönche kopierten sorgfältig alte Texte und bewahrten so Wissen, das andernfalls verloren gegangen wäre. Sie errichteten Skriptorien (Schreibräume) und Bibliotheken und förderten so die Alphabetisierung und Gelehrsamkeit. Diese Rolle war entscheidend für die Weitergabe des klassischen Wissens und die Entwicklung des mittelalterlichen Geisteslebens.
2. Landwirtschaftliche Innovation und Lebensmittelproduktion: Klöster waren oft autark und entwickelten effiziente Anbaumethoden, Tierhaltung und Techniken zur Lebensmittelkonservierung. Dies trug zum allgemeinen wirtschaftlichen Wohlergehen der Gemeinden bei, insbesondere in Zeiten der Knappheit. Einige Klöster spezialisierten sich sogar auf die Produktion bestimmter Pflanzen oder Produkte und trugen so zum regionalen Handel und zur Ernährungssicherheit bei.
3. Wohltätige Arbeit und soziale Fürsorge: Mönche engagierten sich oft in umfangreicher Wohltätigkeitsarbeit und kümmerten sich um Kranke, Arme und Reisende. Sie errichteten Krankenhäuser, Waisenhäuser und Hospize und stellten grundlegende soziale Dienste bereit, die in der mittelalterlichen Gesellschaft oft fehlten. Ihr Engagement, den weniger Glücklichen zu helfen, spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung sozialer Wohlfahrtssysteme.