Arts >> Kunst und Unterhaltung >  >> Bücher >> Literatur

Hat Tolkien in seinen Schriften das Thema Gier verwendet?

Ja, Tolkien hat sich in seinen Schriften definitiv mit dem Thema Gier auseinandergesetzt, wenn auch nicht immer auf direkte Weise.

Hier einige Beispiele:

* Der Eine Ring: Die gesamte Geschichte von *Der Herr der Ringe* hängt vom verderblichen Einfluss des Rings ab. Es schürt die Gier und den Ehrgeiz von Gollum, Sauron und manchmal sogar einigen der Hobbits. Während Tolkien die Macht des Rings über den Willen betont, wurzelt diese eindeutig im Verlangen nach Macht und Kontrolle.

* Die Zwerge: Tolkien stellt Zwerge als eine Rasse dar, die von Reichtum und Besitz besessen ist. Dies zeigt sich in ihrem unermüdlichen Streben nach Gold und Edelsteinen, das oft zu Konflikten und Zerstörung führt. Die Gier der Zwerge im „Hobbit“ ist ein zentraler Beweggrund der Geschichte.

* Die Ents: Während die Ents nicht von Gier im herkömmlichen Sinne getrieben werden, grenzt ihre Liebe zu Bäumen und Wäldern an Besitzgier. Sie zögern, gegen die Orks vorzugehen, die ihr Reich zerstören, weil sie befürchten, die alten Bäume zu verlieren. Dies kann als eine Form der Verbundenheit und Gier nach dem Status quo interpretiert werden.

* Die Männer von Gondor: Auch wenn dies nicht im Vordergrund steht, gibt es in Gondors Führung Anzeichen von Gier. Ihre Zurückhaltung, Rohan in den frühen Schlachten von „Der Herr der Ringe“ zu helfen, kann beispielsweise als Ausdruck ihres Wunsches angesehen werden, ihr eigenes Königreich und ihre Ressourcen zu schützen.

Allerdings achtete Tolkien darauf, allzu einfache Darstellungen von Gier zu vermeiden. Er stellt es als einen komplexen menschlichen Fehler dar, der durch selbstloses und mutiges Handeln überwunden werden kann. Dies wird im Kampf von Frodo Beutlin deutlich, der den Versuchungen des Rings widersteht, auch wenn dieser ihm immense Macht verspricht.

Letztlich nutzt Tolkien das Thema der Gier, um den verderblichen Einfluss von Macht und Materialismus zu veranschaulichen. Er warnt vor den Gefahren, solchen Wünschen nachzugeben, und betont, wie wichtig es ist, der Versuchung zum Wohle der Allgemeinheit zu widerstehen.

Literatur

Related Categories