Wenn die Nordhalbkugel zur Sonne geneigt ist, erhält sie mehr direktes Sonnenlicht und erlebt den Sommer. Gleichzeitig ist die Südhalbkugel von der Sonne weg geneigt, sodass sie weniger direktes Sonnenlicht erhält und den Winter erlebt.
Sechs Monate später ist die Position der Erde umgekehrt. Die nördliche Hemisphäre ist jetzt von der Sonne weg geneigt, sodass sie weniger direktes Sonnenlicht erhält und den Winter erlebt, während die südliche Hemisphäre zur Sonne geneigt ist und den Sommer erlebt.
Auch der Wechsel der Jahreszeiten wird durch die axiale Präzession der Erde beeinflusst. Dabei handelt es sich um ein langsames, regelmäßiges Wackeln der Erdrotationsachse. Die axiale Präzession führt dazu, dass die Erdachse über einen Zeitraum von etwa 26.000 Jahren in verschiedene Richtungen zeigt. Dadurch verschiebt sich der zeitliche Ablauf der Jahreszeiten im Laufe der Zeit allmählich.
Die Kombination aus axialer Neigung und axialer Präzession der Erde gibt uns die Jahreszeiten, die wir auf der Erde erleben.