Viele investigative Dokumentarfilme zielen darauf ab, mächtige Institutionen, Einzelpersonen oder Organisationen herauszufordern oder zu kritisieren. Ihr Ziel ist es, die Öffentlichkeit über Themen zu informieren, die oft nicht allgemein bekannt sind, und die Machthaber für ihr Handeln zur Rechenschaft zu ziehen. Investigative Dokumentarfilme können als eine Form des Journalismus von öffentlichem Interesse betrachtet werden und können eine wichtige Rolle bei der Aufklärung von Korruption, Ungerechtigkeit und anderem Fehlverhalten spielen.
Zu den bekannten Beispielen investigativer Dokumentarfilme zählen „Roger &Me“ (1989) von Michael Moore, in dem es um die Auswirkungen der Werksschließungen von General Motors auf Flint, Michigan ging; Errol Morris‘ „The Thin Blue Line“ (1988), das zur Wiederaufnahme des Prozesses und zum Freispruch eines Mannes führte, der zu Unrecht wegen Mordes verurteilt worden war; und Robert Greenwalds „Walmart:The High Cost of Low Price“ (2005), das die ausbeuterischen Arbeitspraktiken des weltgrößten Einzelhändlers aufdeckte.
Investigative Dokumentarfilme können von Filmstudios oder unabhängigen Filmemachern produziert und auf verschiedene Weise verbreitet werden. Einige werden auf Fernsehsendern ausgestrahlt; andere werden im Kino veröffentlicht; und wieder andere werden online verfügbar gemacht. Investigative Dokumentarfilme erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, da sich das Publikum zunehmend für Dokumentarfilme interessiert, die tiefgehende und kritische Perspektiven auf wichtige Themen bieten.