Die Puritaner hatten eine starke Arbeitsmoral und glaubten, dass Freizeitaktivitäten auf solche beschränkt werden sollten, die moralisch erhebend und für die Gemeinschaft von Vorteil waren. Sie rieten von vielen Unterhaltungsformen wie Theater, Tanz und Kartenspielen ab, da sie glaubten, diese Aktivitäten seien leichtfertig und könnten zu moralischer Laxheit führen.
Zu den Unterhaltungsveranstaltungen, an denen sich die Puritaner beteiligten, gehörten:
* Gesang: Die Puritaner liebten es zu singen und viele von ihnen waren musikalisch bewandert. Sie sangen Hymnen und Psalmen bei Gottesdiensten und sangen auch gerne weltliche Lieder zur Unterhaltung.
* Lesen: Die Puritaner waren gebildet und legten großen Wert auf Lese- und Schreibfähigkeit. Zur spirituellen Bereicherung lesen sie die Bibel und andere religiöse Werke, lesen aber auch andere Literatur wie Geschichte, Biographie und Poesie.
* Spiele spielen: Die Puritaner spielten gerne Spiele wie Schach, Dame und Quoits. Sie genossen auch Sportarten wie Ringen, Laufen und Schwimmen.
* Teilnahme an Gottesdiensten: Für die Puritaner waren der Besuch von Gottesdiensten und die Ausübung der Religion wichtige Formen der Unterhaltung und spirituellen Bereicherung.
Im Laufe der Zeit lockerten die puritanischen Gemeinden einige ihrer Unterhaltungsbeschränkungen. Im 18. Jahrhundert erlaubten viele puritanische Familien ihren Kindern, sich einigermaßen an Unterhaltung zu beteiligen, beispielsweise ins Theater zu gehen und Musikinstrumente zu spielen. Die Puritaner rieten jedoch weiterhin vom Müßiggang ab und glaubten, dass Unterhaltung immer dem höheren Ziel, Gott zu dienen, untergeordnet sein sollte.