1. Die Entwicklung der Animation: Die Animationstechnologie hat sich drastisch verbessert und ermöglicht komplexeres Geschichtenerzählen und visuell beeindruckende Erlebnisse. Dies hat zu Cartoons geführt, die thematisch und humorvoller sind und ein breiteres Publikum ansprechen.
2. Zunehmende Komplexität der Themen und des Humors: Viele moderne Cartoons befassen sich mit komplexen Themen wie Gesellschaftskommentaren, politischer Satire und Beziehungen zwischen Erwachsenen. Dies kann sie für Erwachsene verständlicher und ansprechender machen, während sie für Kinder, die den Humor und das visuelle Geschichtenerzählen zu schätzen wissen, dennoch unterhaltsam sind.
3. Nostalgie und gemeinsamer Genuss: Erwachsene fühlen sich oft von Zeichentrickfilmen angezogen, die ihnen als Kinder gefallen haben, und wenn sie sie mit ihren eigenen Familien teilen, entsteht ein Gefühl der Nostalgie und der Verbundenheit. Dadurch können die Grenzen zwischen dem, was für verschiedene Altersgruppen als angemessen erachtet wird, verschwimmen.
4. Marketing und Vertrieb: Streaming-Dienste und Online-Plattformen haben die Reichweite von Zeichentrickfilmen erweitert und sie für Erwachsene zugänglicher gemacht. Sie kategorisieren Inhalte häufig auch unterschiedlich und verwischen so die Grenzen zwischen Kinderprogrammen und Erwachsenenunterhaltung.
5. Erwartungen untergraben: Einige Autoren zielen absichtlich darauf ab, Cartoons zu schaffen, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen und Ebenen von Bedeutung und Humor bieten, die auf verschiedenen Ebenen genossen werden können. Dies kann dazu führen, dass Zeichentrickfilme als „erwachsen“ gelten, für Kinder aber dennoch ansprechend sind.
Letztendlich ist es subjektiv und hängt von den individuellen Vorlieben und dem Reifegrad ab, ob ein Zeichentrickfilm „für Kinder“ ist oder nicht. Während sich einige Zeichentrickfilme definitiv an Erwachsene richten, gibt es immer noch viele Zeichentrickfilme, die speziell für Kinder konzipiert sind, und es gibt viele, die beiden Spaß machen können.