Zutaten :Eisensulfat, Gallussäure (Gerbsäure) und Wasser.
- Eisensulfat: Dies wurde typischerweise durch Auflösen von Eisenschrott oder Gusseisen in Schwefelsäure gewonnen.
- Gallussäure: Dieses wurde aus Eichengallen (durch Insekten hervorgerufener Bewuchs an Eichen) oder aus Sumachbeeren gewonnen.
Prozess :
- Eisensulfat und Gallussäure wurden im Verhältnis von etwa 1:3 in Wasser gemischt.
- Die Mischung wurde erhitzt, bis sich die Feststoffe auflösten und eine dunkle, bläulich-schwarze Flüssigkeit entstand.
- Manchmal wurden Gummi arabicum oder andere Verdickungsmittel zugesetzt, um der Tinte mehr Viskosität zu verleihen und ein Auslaufen zu verhindern.
2. Logwood-Tinte:
Zutaten :Blauholzextrakt, Kaliumdichromat und Wasser.
- Logwood-Extrakt: Dieses wurde durch Kochen des Kernholzes von Blauholzbäumen (Haematoxylum campechianum) in Wasser gewonnen.
- Kaliumdichromat: Dieses wurde als Oxidationsmittel verwendet, um die Farbe der Tinte zu intensivieren.
Prozess:
- Der Scheitholzextrakt wurde im Verhältnis 1:10 mit Wasser vermischt.
- Kaliumdichromat wurde in einer kleinen Menge zugesetzt (normalerweise etwa 1 % des Gesamtvolumens).
- Die Mischung wurde gerührt, bis sich das Kaliumdichromat auflöste und die Farbe von Rot nach Lila-Schwarz wechselte.
3. Anilin-Tinte:
Zutaten: Anilinfarbstoffe, Wasser und Lösungsmittel wie Alkohol oder Glycerin.
- Anilinfarbstoffe: Dabei handelte es sich um synthetische Farbstoffe, die aus Anilin gewonnen wurden, einer chemischen Verbindung, die aus Kohlenteer gewonnen wird.
- Wasser und Lösungsmittel: Als Hauptlösungsmittel wurde Wasser verwendet, während in kleinen Mengen Alkohol oder Glycerin zugesetzt wurde, um die Löslichkeit und den Verlauf der Tinte zu verbessern.
Prozess:
- Die Anilinfarbstoffe wurden in Wasser oder einer Mischung aus Wasser und Lösungsmitteln gelöst.
- Die Mischung wurde erhitzt, bis sich die Farbstoffe vollständig auflösten und eine homogene Lösung entstand.
Diese drei Tintenarten gehörten im 19. Jahrhundert zu den am häufigsten verwendeten. Andere Tinten wie Kohletinten und Kopiertinten wurden ebenfalls verwendet, waren jedoch weniger verbreitet.