„Note on Commercial Theatre“ von W.H. Auden ist ein zum Nachdenken anregendes Gedicht, das sich mit der Natur des kommerziellen Theaters und seinen Auswirkungen auf den künstlerischen Ausdruck befasst. Auden bietet eine kritische Untersuchung der Kompromisse, die mit kommerziellem Erfolg einhergehen, und wirft wichtige Fragen zum Zweck und den Werten des Theaters in der Gesellschaft auf.
Das Gedicht beginnt mit einem resignierten Ton, als der Sprecher sagt:„Wir müssen einander lieben oder sterben.“ Dies bereitet die Bühne für die anschließende Auseinandersetzung mit der Spannung zwischen künstlerischer Integrität und finanziellem Erfolg. Auden weist darauf hin, dass kommerzielles Theater den Profit über den künstlerischen Wert stellt und dass dies die kreative Freiheit der Künstler beeinträchtigt.
Das Gedicht unterstreicht den Druck, der auf Dramatikern lastet, sich dem Volksgeschmack und den Erwartungen des Publikums anzupassen. Auden schreibt:„Wir müssen die Öffentlichkeit dazu bringen, das zu wollen, was wir wollen.“ Dies verdeutlicht die Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen der Treue zur eigenen künstlerischen Vision und der Erfüllung der Anforderungen des Marktes zu finden. Das Gedicht impliziert, dass kommerzieller Erfolg oft den Verzicht auf künstlerische Ideale erfordert, was bei Künstlern zu Desillusionierung und Frustration führen kann.
Auden betont auch die Machtdynamik innerhalb der Theaterbranche, insbesondere den Einfluss von Produzenten und Investoren, die über die Finanzmacht verfügen. Der Redner drückt seine Abneigung gegenüber diesen Persönlichkeiten aus und beschreibt sie als „die Großen“, die „uns um unser Recht betrügen“. Dies deutet darauf hin, dass die Kommerzialisierung des Theaters die Autonomie der Künstler und ihre Fähigkeit zur Kontrolle ihrer eigenen Arbeit untergräbt.
Das Gedicht legt außerdem nahe, dass das kommerzielle Theater einen Kreislauf der Konformität aufrechterhält, da Dramatiker erfolgreiche Formeln nachahmen, anstatt ihre eigenen einzigartigen Stimmen zu verfolgen. Auden beklagt:„Wir müssen die Sätze wiederholen, die wir gehört haben.“ Dies spiegelt die Homogenisierung der Theaterproduktionen und die Unterdrückung der Kreativität zugunsten bewährter Publikumslieblinge wider.
Im Verlauf des Gedichts verändert sich Audens Ton von Resignation zu Trotz und Hoffnung. Der Redner erklärt:„Aber lasst uns nicht zu niedergeschlagen sein.“ Dies markiert einen Wendepunkt im Gedicht, da Auden Künstler ermutigt, dem Druck der Kommerzialisierung zu widerstehen und ihrer künstlerischen Berufung treu zu bleiben.
Das Gedicht endet mit einer überzeugenden Bestätigung der Bedeutung der Kunst, selbst angesichts kommerzieller Herausforderungen:
„Denn obwohl wir klein sind, sind wir nicht nichts.“
Diese kraftvolle Aussage unterstreicht die Bedeutung des künstlerischen Ausdrucks und den dauerhaften Wert der Kreativität, ungeachtet der durch kommerzielle Zwänge auferlegten Zwänge.
Abschließend:„Note on Commercial Theatre“ von W.H. Auden ist eine ergreifende Untersuchung der Spannungen zwischen künstlerischer Integrität und kommerziellem Erfolg in der Theaterbranche. Durch seine kritische Auseinandersetzung fordert Auden Künstler auf, sich der Konformität zu widersetzen, ihre einzigartige Stimme anzunehmen und den künstlerischen Wert über den finanziellen Gewinn zu stellen. Das Gedicht erinnert an die anhaltende Kraft der Kunst, selbst inmitten der Herausforderungen der Kommerzialisierung zu erheben, herauszufordern und zu inspirieren.