1. Ein Geistergeschichten-Wettbewerb: Im Jahr 1816 machten Mary Shelley, ihr Ehemann Percy Shelley, Lord Byron und John Polidori Urlaub in der Schweiz. Aufgrund des schlechten Wetters im Haus gefangen, schlug Lord Byron einen Geistergeschichten-Wettbewerb vor. Dies diente als unmittelbarer Auslöser für Mary Shelleys Inspiration.
2. Galvanismus und wissenschaftliche Fortschritte: Die Ära war fasziniert von wissenschaftlichen Fortschritten, insbesondere im Zusammenhang mit Elektrizität. Luigi Galvanis Experimente zur tierischen Elektrizität im späten 18. Jahrhundert wurden vielfach diskutiert, und die Idee, Tote mithilfe von Elektrizität wieder zum Leben zu erwecken, lag in der Luft.
3. Romantische Literatur und Gotik: Mary Shelley war tief in die romantische Literatur vertieft, die sich mit Themen wie Natur, Erhabenheit und Vorstellungskraft beschäftigte. Schauerromane wie „Das Schloss von Otranto“ und „Der Mönch“ von Matthew Lewis trugen ebenfalls zur düsteren und spannenden Atmosphäre von „Frankenstein“ bei.
4. John Miltons *Paradise Lost *:Die Geschichte der Erschaffung Adams und der Rebellion Satans in „Paradise Lost“ bildete den Rahmen für Shelleys Erkundung der Gefahren der Hybris und des Spielens Gottes.
5. Persönliche Erfahrungen: Mary Shelley selbst hatte den Verlust eines Kindes und die Herausforderungen ihrer eigenen Beziehung zu Percy Shelley erlebt. Diese persönlichen Erfahrungen trugen wahrscheinlich zur emotionalen Tiefe und zur Auseinandersetzung mit Themen wie Trauer, Verlassenheit und der Suche nach Verbindung im Roman bei.
Im Wesentlichen entstand die Idee zu „Frankenstein“ aus einer Kombination aus intellektueller Neugier, wissenschaftlichen Durchbrüchen, literarischen Einflüssen und Mary Shelleys eigenen persönlichen Erfahrungen. Diese einzigartige Mischung führte zur Entstehung einer zeitlosen Geschichte, die auch heute noch bei den Lesern Anklang findet.