1. Performance-Kunst: Zeitbasierte Performance-Kunst beinhaltet häufig die Durée (Dauer) als wesentliche Komponente, wobei Künstler die Entfaltung der Zeit nutzen, um ihren künstlerischen Ausdruck zu schaffen und zu gestalten.
2. Film und Video: Die Filmkunst nutzt Techniken wie Schnitt und Montage, um die Zeit zu manipulieren und zeitliche Erzählungen oder experimentelle Strukturen zu schaffen.
3. Musik: Komponisten und Musiker nutzen musikalische Elemente wie Tempo, Rhythmus, Phrasierung und Wiederholung, um ein Gefühl von Zeit und Dauer hervorzurufen.
4. Tanz: Choreografen erforschen die Zeit durch die Orchestrierung von Bewegungen, die Abfolge von Abschnitten und das Zusammenspiel zwischen Tänzern.
5. Literatur: Literarische Werke können die Zeit als Erzählmittel nutzen, Rückblenden verwenden, Zeitlinien verflechten oder mit zeitlichen Strukturen experimentieren.
6. Interaktive Kunst: Zeitbasierte interaktive Kunstwerke laden den Betrachter oft dazu ein, sich auf den Lauf der Zeit einzulassen und ihn als Teil der künstlerischen Interaktion zu erleben.
7. Installationskunst: Installationen können zeitbasierte Elemente wie Lichtprojektionen, audiovisuelle Sequenzen oder programmierte Veränderungen integrieren, um immersive Zeiterlebnisse zu schaffen.
8. Klang- und Geräuschkunst: Klangkünstler beschäftigen sich mit dem Konzept der Zeit durch aufgenommene Klänge, Live-Auftritte und Kompositionen, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und verändern.
9. Digitale und Computerkunst: Digitale und computergestützte Kunstformen beinhalten oft Algorithmen, Datenmanipulation und dynamische Systeme, die zeitliche Phänomene erforschen.
10. Fotografie: Fotografien fangen einen bestimmten Moment in der Zeit ein, frieren ihn ein und verwandeln ihn in ein dauerhaftes Artefakt, über das der Betrachter nachdenken kann.
11. Theater und Performance: Bei Theaterproduktionen sind Timing, Tempo und Dauer wesentliche Elemente des Geschichtenerzählens und der Bühnenkunst.
12. Zeitrafferkunst: Zeitrafferfotografie oder Videotechniken komprimieren lange Zeiträume in kurze Sequenzen und machen so Veränderungen sichtbar, die im Laufe der Zeit auftreten.
13. Chronofotografie und bewegte Bilder: Frühe Experimente zur Erfassung aufeinanderfolgender Bewegungsbilder legten den Grundstein für zeitbasierte bewegte Bilder.
14. Kinetische und Roboterkunst: Kinetische Kunst zeichnet sich durch bewegliche Komponenten aus, die oft von Motoren oder Mechanismen angetrieben werden, während Roboterkunst die Idee der Zeit durch autonome und programmierte Prozesse erforscht.
15. Fluxus und Happenings: Interdisziplinäre Kunstbewegungen wie Fluxus und Happenings nutzten die Zeitlichkeit als entscheidenden Aspekt künstlerischer Leistung.
16. Sinnesdeprivation und Zeitwahrnehmung: Einige Kunstinstallationen und -erlebnisse befassen sich mit Sinnesdeprivation oder veränderten Sinnesumgebungen und fordern unser Zeitgefühl heraus.
Dies sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten, wie Künstler die Dimension der Zeit in ihre kreativen Praktiken integrieren und das Publikum dazu einladen, über die Natur der Zeit und ihre Rolle in der menschlichen Existenz nachzudenken.