Götter sind nicht schuld und Ödipus der König sind beide antike griechische Tragödien, die sich mit dem Thema Schicksal und der Rolle der Götter in menschlichen Angelegenheiten befassen. Allerdings gibt es auch einige wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Stücken.
Ähnlichkeiten
* In beiden Stücken geht es um den tragischen Sturz eines Protagonisten, der vom Schicksal zum Scheitern verurteilt ist. In Ödipus der König ist der Protagonist Ödipus, ein Mann, der unwissentlich seinen Vater tötet und seine Mutter heiratet. In Gods Are Not To Blame ist der Protagonist Danaus, ein König von Argos, der gezwungen ist, seine Töchter zu opfern, um sein Königreich zu retten.
* Beide Stücke erforschen die Rolle der Götter in menschlichen Angelegenheiten. In Ödipus, dem König, werden die Götter als verantwortlich für den Untergang von Ödipus angesehen. Sie haben ihm ein schreckliches Schicksal auferlegt, und er ist machtlos, ihm zu entkommen. In Gods Are Not To Blame werden die Götter als distanzierter und entfernter von menschlichen Angelegenheiten gesehen. Sie greifen nicht direkt in das Geschehen des Stücks ein, ihre Präsenz ist aber dennoch spürbar.
* Beide Stücke enden mit dem Untergang des Protagonisten. In Ödipus der König blendet sich Ödipus und geht ins Exil. In Gods Are Not To Blame wird Danaus von seinem Schwiegersohn getötet.
Unterschiede
* Der Schauplatz der beiden Stücke ist unterschiedlich. Ödipus der König spielt in Theben, einer Stadt in Griechenland. Gods Are Not To Blame spielt in Argos, einer Stadt auf dem Peloponnes.
* Der Ton der beiden Stücke ist unterschiedlich. „König Ödipus“ ist ein düstereres und tragischeres Stück als „Götter sind nicht schuld“. Es geht um die Themen Schuld, Scham und Leid. Gods Are Not To Blame ist ein unbeschwerteres und komödiantischeres Stück. Es behandelt Themen wie Liebe, Verlust und Erlösung.
* Die Charaktere in den beiden Stücken sind unterschiedlich. „Ödipus der König“ verfügt über eine Besetzung komplexer und gut entwickelter Charaktere. Ödipus selbst ist eine tragische Figur, die sowohl heroisch als auch fehlerhaft ist. „Gods Are Not To Blame“ enthält eine Besetzung eher eindimensionaler Charaktere. Danaus ist ein stereotyper Tyrann und seine Töchter sind allesamt unschuldige Opfer.
Insgesamt sind „Gods Are Not To Blame“ und „Oedipus the King“ zwei sehr unterschiedliche Stücke. Beide bieten jedoch wertvolle Einblicke in die menschliche Verfassung und die Rolle der Götter in unserem Leben.