* Keine formellen Herrscher: Utopia wird von gewählten Beamten regiert, aber es gibt keinen einzelnen Herrscher wie einen König oder einen Präsidenten. Dies impliziert eine stärker dezentrale Machtstruktur.
* Gewählte Beamte: Die Bürger wählen Vertreter, die ihr Amt für eine bestimmte Zeit ausüben. Dies deutet auf ein demokratisches Element des Systems hin.
* Rotation der Macht: Gewählte Beamte wechseln häufig ihre Positionen und verhindern so, dass eine einzelne Person zu lange an der Macht bleibt. Dies trägt dazu bei, mögliche Missbräuche einzudämmen.
* Ältestenrat: Es gibt einen Rat aus erfahrenen und weisen Ältesten, der die gewählten Amtsträger berät. Dies deutet auf ein Element der Gerontokratie (Herrschaft durch Älteste) innerhalb des Systems hin.
* Kollektivistisches Ethos: Utopia funktioniert als Kollektiv, wobei Eigentum und Ressourcen von allen geteilt werden. Dies schränkt zwangsläufig das Potenzial für die Anhäufung individueller Macht und Wohlstand ein und schafft ein Umfeld, in dem die Bedürfnisse der Gemeinschaft Vorrang haben.
Insgesamt:
Das System von Utopia kann als eine Mischung aus Elementen betrachtet werden:
* Demokratie: Durch gewählte Amtsträger beteiligen sich die Bürger am Entscheidungsprozess.
* Meritokratie: Das System betont Weisheit und Erfahrung durch den Ältestenrat.
* Kommunalismus: Der kollektive Besitz von Ressourcen und Eigentum schränkt die Macht des Einzelnen ein und fördert die soziale Gleichheit.
Es ist wichtig zu beachten, dass *Utopia* ein fiktives Konstrukt ist. More selbst kritisierte viele Aspekte der realen Regierung seiner Zeit, und sein Buch kann eher als Kritik bestehender politischer Systeme denn als Blaupause für eine perfekte Gesellschaft interpretiert werden.