Hier sind ein paar Gründe, warum manche Leute in der Anfangszeit Rock'n'Roll kritisch gegenüberstanden:
1. Musikalische Unterschiede :Volksmusik zeichnet sich typischerweise durch akustische Instrumentierung, traditionelle Lieder und einen Fokus auf das Geschichtenerzählen aus. Rock and Roll hingegen enthielt oft elektrische Instrumente, lauten Gesang und eine treibende Rhythmusgruppe, was einige Folk-Fans als Abkehr von der „reinen“ Folk-Tradition betrachteten.
2. Kulturelle Kluft :Die Folk-Szene und die Rock'n'Roll-Szene repräsentierten in den 1960er Jahren unterschiedliche soziale und kulturelle Gruppen. Volksmusik wurde mit Intellektuellen, politischen Aktivisten und einem eher unkonventionellen Lebensstil in Verbindung gebracht, während Rock'n'Roll eher mit der Jugendkultur und einer weniger offenkundig politischen Haltung verbunden war.
3. Kommerzieller Erfolg :Rock'n'Roll erfreute sich bei Teenagern und Mainstream-Publikum großer kommerzieller Beliebtheit, während Volksmusik eher eine Nische blieb. Einige Volksmusiker fühlten sich möglicherweise vom Erfolg und der Popularität des Rock'n'Roll überschattet oder bedroht.
Es ist wichtig anzumerken, dass nicht alle Volksmusiker gegen Rock'n'Roll waren. Viele Folk-Interpreten wie Bob Dylan begannen Mitte der 1960er Jahre mit elektrischen Instrumenten und Rock-beeinflussten Klängen zu experimentieren. Darüber hinaus machten sich einige Volksmusiker die Verschmelzung von Folk und Rock zu eigen, was zur Entwicklung von Genres wie Folk Rock, Psychedelic Folk und Country Rock führte.