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Warum wurde afroamerikanische Musik und Unterhaltung Anfang des 20. Jahrhunderts von Weißen akzeptiert, während Schwarze in den meisten anderen Aspekten der Gesellschaft nicht als gleichwertig angesehen wurden?

Während afroamerikanische Musik und Unterhaltung in den frühen 1900er Jahren beim weißen Publikum an Popularität gewannen, ist es wichtig zu erkennen, dass diese Akzeptanz nicht gleichbedeutend mit der Gleichbehandlung oder vollständigen gesellschaftlichen Akzeptanz schwarzer Menschen in den meisten anderen Bereichen der Gesellschaft war. Die Popularität afroamerikanischer kultureller Ausdrucksformen beruhte hauptsächlich auf ihrer Neuheit und wahrgenommenen Exotik.

Mehrere Faktoren trugen in dieser Zeit zum Anstieg der Popularität afroamerikanischer Musik und Unterhaltung bei:

Minstrel-Shows: Minstrel-Shows waren eine im späten 18. und frühen 20. Jahrhundert beliebte Form der Unterhaltung, bei der weiße Darsteller in schwarzem Gesicht die afroamerikanische Kultur imitierten. Diese Shows führten oft stereotype und erniedrigende Karikaturen von Schwarzen fort, machten aber dennoch das weiße Publikum mit afroamerikanischer Musik und Darbietungsstilen bekannt.

Vaudeville: Vaudeville war ein abwechslungsreiches Unterhaltungsformat, das im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert an Popularität gewann. Es gab eine Reihe von Darbietungen, darunter Musik, Comedy, Akrobatik und Tanz. Afroamerikanische Künstler traten häufig in Varieté-Shows auf, wo sie ihr Talent unter Beweis stellten und Anerkennung erlangten.

Ragtime und Jazz: Das Aufkommen von Ragtime und Jazz als eigenständige Musikgenres spielte eine wichtige Rolle bei der Popularisierung der afroamerikanischen Musik. Ragtime erregte mit seinen synkopierten Rhythmen und komplizierten Melodien die Aufmerksamkeit sowohl des schwarzen als auch des weißen Publikums. Jazz, ein improvisiertes und ausdrucksstarkes Genre, das aus dem Ragtime hervorgegangen ist, zeigte die Musikalität und Kreativität afroamerikanischer Musiker.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass afroamerikanische Künstler trotz dieser wachsenden Beliebtheit erheblicher Diskriminierung und Segregation ausgesetzt waren. Sie erhielten oft weniger Lohn als ihre weißen Kollegen, waren rassistischen Beleidigungen und Beleidigungen ausgesetzt und durften an bestimmten Veranstaltungsorten nicht auftreten oder gemeinsam mit weißen Entertainern in der Öffentlichkeit auftreten.

Die Akzeptanz afroamerikanischer Musik und Unterhaltung durch das weiße Publikum war weitgehend oberflächlich und führte nicht zu einer breiteren gesellschaftlichen Akzeptanz oder Gleichberechtigung der Afroamerikaner. Sie waren weiterhin weit verbreiteter Diskriminierung, Segregation und Vorurteilen in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Wohnen und anderen Lebensbereichen ausgesetzt. Es dauerte Jahrzehnte des Bürgerrechtsaktivismus und erheblicher sozialer Veränderungen, bis Afroamerikaner begannen, gleiche Rechte und Anerkennung in der Gesellschaft zu erlangen.

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