In der Musik ist ein Menuett ein Gesellschaftstanz im Dreiertakt, der im 17. Jahrhundert in Frankreich entstand. Es zeichnet sich durch einen anmutigen und eleganten Stil aus und wird oft in einem höfischen Rahmen aufgeführt. Menuette werden normalerweise in binärer Form geschrieben, mit zwei Abschnitten, die wiederholt werden. Der erste Abschnitt wird oft als „A-Abschnitt“ und der zweite Abschnitt als „B-Abschnitt“ bezeichnet. Das Menuett wird normalerweise in moderatem Tempo gespielt und die Schritte sind klein und zart.
Das Menuett war ursprünglich ein Volkstanz, wurde aber später von der Oberschicht übernommen und entwickelte sich zu einer beliebten Form des Gesellschaftstanzes. Menuette wurden oft auf Bällen und anderen gesellschaftlichen Zusammenkünften aufgeführt und galten als Zeichen guter Erziehung und sozialen Status. Das Menuett war auch als Hoftanz beliebt und wurde oft vom König und der Königin und ihren Höflingen aufgeführt.
Das Menuett blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine beliebte Tanzform und wurde dann durch andere Tänze wie den Walzer ersetzt. Das Menuett wird jedoch auch heute noch aufgeführt und häufig bei historischen Nachstellungen und anderen Aufführungen verwendet.
Der Begriff „Menuett“ wird in der Musik auch für ein Musikstück im Menuettstil verwendet. Menuette sind oft in Tanzsuiten enthalten, können aber auch als eigenständige Stücke gefunden werden. Einige berühmte Beispiele für Menuette sind das Menuett aus Johann Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 und das Menuett aus Wolfgang Amadeus Mozarts Symphonie Nr. 40.