* Saiten stumm schalten: Cage platzierte Gegenstände wie Gummi-, Filz- oder Metallstücke zwischen den Saiten des Klaviers, um den Klang der Saiten zu dämpfen und einen perkussiveren Klang zu erzeugen.
* Ändern der Hämmer: Cage modifizierte auch die Hämmer des Klaviers, indem er beispielsweise Filz oder Gummi daran befestigte, um die Art und Weise zu verändern, wie sie die Saiten anschlagen. Dies könnte einen weicheren, sanfteren Klang oder einen helleren, metallischeren Klang erzeugen.
* Hinzufügen zusätzlicher Objekte zum Klavier: Cage platzierte manchmal Gegenstände wie Schrauben, Bolzen oder Federn im Inneren des Klaviers, um beim Anschlagen der Tasten zusätzliche Geräusche zu erzeugen.
Indem er das Klavier auf diese Weise präparierte, konnte Cage eine Vielzahl neuer Klänge und Texturen erzeugen und der Klaviermusik neue Möglichkeiten eröffnen.
Hier sind einige konkrete Beispiele dafür, wie Cage präparierte Klaviere in seiner Musik verwendete:
* In seinem Stück „Sonatas and Interludes“ (1946–1948) verwendete Cage ein präpariertes Klavier, um einen zarten, ätherischen Klang zu erzeugen. Er dämpfte die Saiten mit Gummi- und Filzstücken und befestigte Filz an den Hämmern, wodurch ein weicher, sanfter Klang entstand.
* In seinem Stück „4'33“ (1952) verwendete Cage ein präpariertes Klavier, um ein stilles Musikstück zu schaffen. Er dämpfte alle Saiten und ließ das Klavier offen, damit der Klang des Raumes verstärkt werden konnte.
* In seinem Stück „Variations IV“ (1965) verwendete Cage ein präpariertes Klavier, um einen chaotischen, unvorhersehbaren Klang zu erzeugen. Er platzierte Schrauben, Bolzen und Federn im Inneren des Klaviers, die beim Anschlagen der Tasten eine Vielzahl unerwarteter Geräusche erzeugten.
Cages Einsatz präparierter Klaviere stellte eine radikale Abkehr vom traditionellen Klavierspiel dar, eröffnete jedoch neue Möglichkeiten für das Instrument und die Musik im Allgemeinen. Seine Arbeit inspirierte andere Komponisten dazu, neue Möglichkeiten des Klaviereinsatzes zu erkunden, und trug dazu bei, das Klavier als vielseitiges und ausdrucksstarkes Instrument zu etablieren, mit dem sich eine Vielzahl musikalischer Klänge und Texturen erzeugen ließen.