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Wie endete die Romantik?

Die Romantik in der europäischen Kunst, Literatur und Philosophie endete nicht abrupt, sondern ging im späten 18. und im gesamten 19. Jahrhundert allmählich in nachfolgende Bewegungen und Stile über. So endete es:

1. Realismus und Naturalismus: Einer der Schlüsselfaktoren für das Ende der Romantik war der Aufstieg des Realismus und Naturalismus in Kunst und Literatur. Diese Bewegungen lehnten die idealisierten und subjektiven Aspekte der Romantik ab und konzentrierten sich stattdessen auf die genaue Beobachtung und Darstellung der realen Welt.

2. Industrielle Revolution: Die Industrielle Revolution brachte bedeutende soziale, wirtschaftliche und technologische Veränderungen mit sich, die auch kulturelle Veränderungen beeinflussten. Der romantische Fokus auf Natur, Emotionen und Individualismus wurde durch ein Interesse am städtischen Leben, der Industrialisierung und dem sozialen Fortschritt ersetzt.

3. Veränderung künstlerischer Stile: Innerhalb der bildenden Kunst lässt sich die Abkehr von der Romantik im allmählichen Übergang zum Impressionismus, Postimpressionismus und anderen modernen Kunstrichtungen erkennen. Diese Bewegungen experimentierten mit neuen Techniken, Farbpaletten und Kompositionsansätzen.

4. Wissenschaftliche Fortschritte: Der Fortschritt der Wissenschaft und die zunehmende Betonung des rationalen Denkens stellten einige der mit der Romantik verbundenen emotionalen und spirituellen Überzeugungen in Frage.

5. Politische Unruhen: Die Romantik war von bedeutenden politischen Umwälzungen geprägt, darunter Revolutionen und Kriege. Diese Ereignisse führten zu sozialen und politischen Veränderungen und veranlassten Künstler und Intellektuelle, die Rolle der Kunst in der Gesellschaft zu überdenken.

6. Wechselnde literarische Strömungen: In der Literatur wich der romantische Fokus auf individuellen Ausdruck und Emotionen einem differenzierteren psychologischen Realismus und sozialen Kommentaren, wie in den Werken von Schriftstellern wie Gustave Flaubert, George Eliot und Charles Dickens zu sehen ist.

7. Die Präraffaeliten: Die Präraffaeliten-Bruderschaft war eine Gruppe englischer Künstler, die die konventionelle Kunst der Zeit ablehnten und sich von der Kunst des Mittelalters und der frühen Renaissance inspirieren ließen. Obwohl sie von Aspekten der Romantik beeinflusst waren, markierten sie auch eine Verschiebung hin zu einer detaillierteren, realistischeren und symbolischeren Herangehensweise an die Malerei.

8. Symbolik: Der im späten 19. Jahrhundert entstandene Symbolismus nutzte Symbole, Metaphern und Allegorien, um komplexe Ideen und Emotionen zu vermitteln, und entfernte sich vom direkten Ausdruck von Gefühlen, die für die Romantik charakteristisch sind.

Es ist wichtig anzumerken, dass das Ende der Romantik keinen völligen Bruch mit ihren Idealen und ästhetischen Prinzipien bedeutete. Es war vielmehr ein allmählicher Übergang, der den Weg für neue künstlerische und intellektuelle Bewegungen ebnete, die den Verlauf der modernen Kunst, Literatur und Philosophie prägen sollten.

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