Herkunft: Flamenco ist ein traditioneller Tanzstil aus Spanien, der seinen Ursprung in Andalusien, einer Region im Süden Spaniens, hat. Es hat seine Wurzeln in der Zigeunerkultur (Roma) Andalusiens und wird auch von maurischen, jüdischen und spanischen Kulturen beeinflusst. Salsa hingegen ist ein lateinamerikanischer Tanz, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Kuba entstand. Er entwickelte sich aus einer Kombination verschiedener kubanischer Tanzformen, darunter Son, Rumba und Mambo. Salsa verbreitete sich in ganz Lateinamerika, erfreute sich internationaler Beliebtheit und wurde zu einem der bekanntesten und meistgetanzten lateinamerikanischen Tänze.
Musik und Rhythmus: Flamenco-Musik zeichnet sich durch ihr unverwechselbares Gitarrenspiel (Toque), ihren Gesang (Cante) und ihren Tanz (Baile) aus. Die Musik zeichnet sich oft durch komplexe Rhythmen, komplizierte Melodien und improvisierte Abschnitte aus. Flamenco-Tanzschritte und -bewegungen sind eng mit der Musik und den Rhythmen verbunden. Im Gegensatz dazu zeichnet sich Salsa-Musik durch ihren lebendigen und fröhlichen Rhythmus aus, wobei der Schwerpunkt auf Schlaginstrumenten wie Congas, Timbales und Claves liegt. Salsa-Tanz wird normalerweise zu Salsa-Musik aufgeführt und folgt einem grundlegenden Rhythmusmuster namens „1, 2, 3, 5, 6, 7“.
Tanzstil: Flamenco-Tanz zeichnet sich durch seinen leidenschaftlichen, ausdrucksstarken und improvisatorischen Charakter aus. Dabei handelt es sich häufig um dramatische Bewegungen und Beinarbeit sowie komplizierte Hand-, Arm- und Körperbewegungen. Flamenco-Tänzer nutzen ihren Körper und ihre Emotionen, um die in der Musik zum Ausdruck kommenden Gefühle, Geschichten und Emotionen zu vermitteln. Salsa-Tanzen hingegen ist bekannt für seine partnerbasierten Bewegungen und die komplizierte Beinarbeit. Es handelt sich um einen Gesellschaftstanz, bei dem die sanfte und kontinuierliche Bewegung im Vordergrund steht, wobei der Schwerpunkt auf der Partnerverbindung und -koordination liegt. Salsa-Tänzer folgen normalerweise festgelegten Mustern oder Routinen, die Drehungen, Drehungen, Dips und Hebungen umfassen können.
Kostüme: Flamenco-Tänzer tragen oft traditionelle spanische Kleidung, zu der ein langes, fließendes Kleid (Bata de Cola), ein figurbetontes Oberteil, enge Hosen und ein Schal gehören können. Flamenco-Tänzer tragen außerdem Schuhe mit Flamenco-Absätzen, die einen charakteristischen Klang erzeugen, wenn der Tänzer mit den Füßen auf den Boden stampft. Im Gegensatz dazu tragen Salsa-Tänzer im Allgemeinen eher lässige oder moderne Kleidung, wie zum Beispiel eng anliegende Kleidung wie figurbetonte Hemden und Hosen für Männer und Kleider, Röcke oder Hosen mit Absätzen oder Tanzschuhen für Frauen. Salsa-Tanzkostüme legen oft Wert auf leuchtende Farben und auffällige Designs.
Kultureller Kontext: Flamenco-Tanz ist eng mit dem kulturellen Erbe und den Traditionen Spaniens, insbesondere Andalusiens, verbunden. Es wird oft bei Festen, Feiern und kulturellen Veranstaltungen aufgeführt und gilt als wichtiger Teil der spanischen Kultur und Identität. Salsa-Tanzen hingegen haben sich zu einer internationalen Tanzform entwickelt, die vielfältige kulturelle Einflüsse und Variationen aus verschiedenen Ländern und Regionen umfasst. Es erfreut sich in Lateinamerika und darüber hinaus großer Beliebtheit und ist zu einem Symbol der lateinamerikanischen Kultur und Musik geworden.