Merkmale und Merkmale des viktorianischen Theaters:
1. Melodram:
Melodrama war eine der beliebtesten Theaterformen im viktorianischen Zeitalter. Melodramen zeichneten sich durch eine starke emotionale Anziehungskraft, klare moralische Konflikte zwischen Helden und Bösewichten und übertriebene theatralische Effekte aus. Sie präsentierten oft aufsehenerregende Plots rund um Liebe, Verrat, Verbrechen und Intrigen.
2. Spektakel und Sensation:
Theateraufführungen erfreuten sich in dieser Zeit großer Beliebtheit. Aufwändige Bühnenbilder, aufwendige Kostüme und der Einsatz von Spezialeffekten waren übliche Merkmale, um ein großes Publikum anzulocken und zu unterhalten. Die Theater konkurrierten miteinander um die Präsentation der großartigsten und beeindruckendsten Produktionen.
3. Musiksaal und Varieté-Shows:
Musikhallen entwickelten sich im viktorianischen Zeitalter zu einer bedeutenden Form der Volksunterhaltung. Diese Veranstaltungsorte boten eine Vielzahl von Aufführungen, darunter komödiantische Sketche, Musikdarbietungen, Akrobaten und Tanz.
4. Realismus und Gesellschaftskommentar:
Während Melodram und Sensationslust vorherrschten, gab es im viktorianischen Theater auch ein wachsendes Interesse am Realismus. Einige Dramatiker wie Arthur Wing Pinero und Henry Arthur Jones präsentierten zum Nachdenken anregende Werke, die sich mit sozialen Problemen befassten, soziale Normen kritisierten und komplexe menschliche Beziehungen erforschten.
5. Shakespeare-Revivals:
Im viktorianischen Zeitalter herrschte eine neue Begeisterung für die Werke von William Shakespeare. Häufig wurden große Wiederaufführungen von Shakespeares Stücken aufgeführt, und Schauspieler, die sich in Shakespeare-Rollen hervorgetan hatten, wurden hoch gefeiert.
6. Theaterberühmtheit und Starruhm:
Einzelne Schauspieler erlangten in dieser Zeit großen Ruhm und wurden zu bekannten Namen. Starschauspieler wie Henry Irving, Ellen Terry und Sarah Bernhardt genossen Berühmtheitsstatus und zogen eine große Fangemeinde an.
7. Tourneeunternehmen und Regionaltheater:
Tourneeunternehmen spielten eine wichtige Rolle im viktorianischen Theater und brachten Aufführungen in regionale Städte in ganz Großbritannien. Dies trug dazu bei, die Reichweite des Theaters über die großen städtischen Zentren hinaus zu erweitern.
8. Mäzenatentum und Adel:
Die Oberschicht, darunter die Aristokratie und das Königshaus, waren bedeutende Förderer des Theaters und der Künste. Ihre Schirmherrschaft unterstützte die Entwicklung und den Erfolg vieler Theaterproduktionen.
9. Zensur:
Theateraufführungen im viktorianischen Zeitalter wurden zensiert, insbesondere im Hinblick auf Inhalte, die als moralisch anstößig galten. Theaterstücke unterlagen einer genauen Prüfung und mussten strengen Maßstäben für Anstand und Moral genügen.
Insgesamt umfasste das viktorianische Theater ein breites Spektrum an Stilen und Formen, von populären Melodramen und Spektakeln bis hin zu zum Nachdenken anregenden Dramen und Komödien, die die soziale und kulturelle Dynamik der Zeit widerspiegelten. Es war eine Ära dynamischer Theaterinnovation und Unterhaltung, die den Grundstein für moderne Theatertraditionen legte.