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Welche Art von Verhalten würden Sie im The Theatre oder im Globe Theatre erwarten?

Das Theatre und das Globe Theatre waren im 16. und 17. Jahrhundert zwei bedeutende frühneuzeitliche Theater in London. In diesen Veranstaltungsorten fanden verschiedene Formen der Unterhaltung statt, vor allem Theaterstücke berühmter Dramatiker wie William Shakespeare. Daher hing das erwartete Verhalten des Publikums von mehreren Faktoren ab, darunter dem historischen Kontext, sozialen Normen und der Art der Aufführungen. Hier sind einige allgemeine Punkte dazu, was zu erwarten gewesen wäre:

1. Vielfältiges Publikum:

- Die Theater zogen Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten an, vom Adligen bis zum Bürgerlichen. Verschiedene Bereiche der Sitzordnung wurden je nach sozialem Status festgelegt.

2. Lebhafte Atmosphäre:

- Theaterbesuche waren oft eine Gemeinschaftsveranstaltung. Die Atmosphäre war vor Beginn der Aufführungen im Allgemeinen von Lärm und lebhaftem Geschwätz erfüllt.

3. Aktives Publikumsengagement:

- Im Gegensatz zum modernen Theaterbesucher beteiligte sich das elisabethanische und jakobinische Publikum aktiv an den Aufführungen. Sie jubelten, buhten und machten sogar Zwischenrufe gegen die Schauspieler auf der Bühne.

4. Aufwendige Darbietungen:

- Insbesondere das Globe Theatre war für seine aufwendigen Bühnenbilder, Requisiten und Kostüme bekannt.

5. Geschlechterrollen:

- Geschlechterrollen wurden strikt durchgesetzt, wobei Frauen weitgehend von Auftritten auf der Bühne ausgeschlossen und auf die Übernahme bestimmter Rollen beschränkt waren. Junge Jungen übernahmen meist weibliche Rollen.

6. Sprache und Ausdruck:

- Elisabethanische und jakobinische Stücke waren für ihren umfangreichen Einsatz von Sprache, Metaphern und Wortspielen bekannt. Vom Publikum wurde erwartet, dass es diese Feinheiten wertschätzt und versteht.

7. Politische Subtexte:

- Einige Stücke enthielten Anspielungen auf politische Ereignisse oder Satire auf zeitgenössische Persönlichkeiten. Das Verhalten des Publikums in solchen Momenten könnte durch seine politischen Ansichten beeinflusst werden.

8. Zuschauergalerie:

- In den höheren Galerien führten die Zuschauer häufig Gespräche, aßen und tranken und tauschten sich untereinander aus.

9. Platzverweise und Stehplätze:

- Der untere Bereich, der als „Grube“ oder „Hof“ bekannt ist, war typischerweise von dem weniger wohlhabenden Publikum besetzt, das während der gesamten Aufführungen dort stand. Sie trugen zur ausgelassenen und chaotischen Atmosphäre des Theaters bei.

10. Kultureller und sozialer Kommentar:

- Theaterstücke könnten sich mit kontroversen Themen befassen und oft einen gesellschaftlichen Kommentar enthalten. Die Reaktion des Publikums auf diese Themen wäre je nach eigenem Glauben und sozialem Hintergrund unterschiedlich ausgefallen.

11. Applaus und Missbilligung:

- Das Publikum drückte seine Zustimmung oder Ablehnung von Szenen und Darbietungen aus, indem es applaudierte, Kommentare rief und gelegentlich Gegenstände auf die Bühne warf.

12. Publikumsbeteiligung:

- In einigen Fällen wandten sich die Schauspieler direkt an das Publikum oder baten um ihren Input, was zu einer interaktiveren Form des Theaters führte.

Es ist erwähnenswert, dass bestimmte Verhaltensweisen damals zwar als akzeptabel oder unerwünscht galten, sich die kulturelle Wahrnehmung jedoch seitdem erheblich verändert hat und einige der erwarteten Verhaltensweisen möglicherweise nicht mit den heutigen Standards der Theateretikette übereinstimmen.

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