2. Schwerpunkt auf dem Orchester: In Wagners Opern spielen große und komplexe Orchester eine entscheidende Rolle im Drama. Das Orchester dient nicht nur der Begleitung der Sänger, sondern ist integraler Bestandteil des Erzählprozesses. Wagners Orchesterkompositionen sind oft reichhaltig, farbenfroh und ausdrucksstark und tragen dazu bei, eine lebendige und eindringliche Klangwelt zu schaffen.
3. Gesamtkunstwerk: Wagners Opern waren als Gesamtkunstwerke konzipiert. Dieses Konzept bezieht sich auf die Idee, alle Elemente der Oper – Musik, Drama, Poesie und visuelle Gestaltung – zu einem einheitlichen und nahtlosen Erlebnis zu vereinen. Wagner glaubte, dass die Oper nicht einfach eine Sammlung einzelner Arien und Szenen sein sollte, sondern vielmehr ein zusammenhängendes und immersives Kunstwerk, das das Publikum in eine andere Welt entführt.
4. Musikdramen: Wagners Opern werden oft als Musikdramen und nicht einfach als Opern bezeichnet. Dies spiegelt die Tatsache wider, dass Wagner mehr daran interessiert war, ein dramatisches und einheitliches Kunstwerk zu schaffen, als einfach nur schöne Musik zur Schau zu stellen. Seine Opern sind oft lang und komplex und erfordern vom Publikum ein hohes Maß an Konzentration und Engagement.
5. Einfluss auf spätere Komponisten: Wagners Opern hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der klassischen Musik. Seine innovative Verwendung von Leitmotiven, die Betonung des Orchesters und sein Gesamtkunstwerk-Konzept wurden von späteren Komponisten übernommen, und seine Musik wird weiterhin auf der ganzen Welt bewundert und aufgeführt.